Kultur, Schmetterlinge und Merkur
Mein Kulturprogramm diese Woche begann mit der Improvisations-Masterclass in der Drehleier. Meine Freundin Gabi ist schon lange am improvisieren. Sie hat viele Kurse, Workshops besucht und nun stand sie endlich auf einer großen Bühne, ihr lang ersehnter Wunsch. Die Heimfahrt war, dank Stammstreckensperrung, ein kleines Abenteuer. Und weiter mit Kultur. Im Kunstbau die Turner Ausstellung angeschaut, mehr oder weniger im vorübergehen einen Blick auf die Bilder, vor denen Massen von Menschen mit ihren Audioguides standen, geworfen. Ein sehr kurzer Aufenthalt war das. Ich dachte der große Run sei schon vorbei, weit gefehlt. Ich fühlte mich so unwohl unter diesen vielen Menschen und der schlechten Luft. Weiter ging es weniger kulturell, mit einer professionellen Zahnreinigung, nebst kleiner Auseinandersetzung mit der Behandlerin, die wieder die Sonndenmessung machen wollte, was ich ihr nicht erlaubte. Mir reicht es wenn am Montag meine Zahnärztin misst. Emilia war bei einer Freundin und so musste ich nur Luis holen. Ich schlug ihm vor die Schmetterlinge im Botanischen Garten anzuschauen. Ich leistete einige Überzeugungsarbeit, weil Schmetterlinge kann er überall anschauen. Wir gingen aber dann und im Gewächshaus standen wir in einer sehr langen Schlange. Die Schmetterlinge sind wirklich wunderschön anzusehen. Luis streckte immer wieder seine Hand aus, es wollte sich keiner draufsetzen. Ich wollte lange mit ihm unterwegs sein, denn Linda hatte wieder ihre vestibuläre Migräne und konnte sich so länger ausruhen. DGB Führung durch die Redaktionsräume des Münchner Merkur, bei dem ich mich 1969 vorgestellt hatte, der mir aber sehr konservativ mit seinen dunklen Eichenmöbeln vorkam, so dass ich den Süddeutschen Verlag bevorzugte. Der Ressortchef der Kultur nahm sich Zeit für die Gruppe und auch der Redakteur für die Seite 3. Fahrt nach Lenggries. Micha und Nadine kamen auch zu Kaffee und Spaziergang. Am Abend gab es für Eva und mich was Kulturelles. „Macht des Schicksals“, eine Oper von Verdi. Nicht im Theater sondern im ältesten Kino in Bad Tölz. Eine Liveübertragung aus der Met. In der Pause gab es im Kino Sekt und Knabberzeug. Der Film dauerte mehr als 4 Stunden, weil auch der Umbau des Bühnenbildes und einige Interviews gezeigt wurden. Die Musik ist halt Verdi, mit dem wir aufgewachsen sind. Die Sänger und die Sängerin, die die Hauptrolle gesungen hat, waren wirklich gut.
Wie fandest du deine Freundin beim Impro-Theater? Eine vielseitige Woche war das. Diese vestibuläre Migräne klingt schon vom Namen so furchtbar. Gut, dass du Linda entlasten konntest.
Eine phänomenal ergiebige Woche. Dass Luis Schmetterlinge auch so sehen kann ist so herrlich und erinnert mich an ein Bilderbuch, das muss ich dir erzählen. Bin gespannt, ob du jetzt eine Ruhewoche einlegst.