20-04-19-CoTaBu-Sprache mein Stern und Peters Heimkehr
Blogschreiben ist lehrreich. Man könnte sich Beispiele nehmen und bekommt Inspiration. Zum Beispiel 5-Stunden Rhythmen. Oder über Samstagsrituale nachdenken. Oder Sport ANDENKEN. Unbeachtetes rückt in den Blick.
Was für ein Himmel nach gestrigem Kurzschauer – für die wüstenstrockene Erde der Tropfen auf den heißen Stein. Gestern draußen NICHTS gemacht, abgesehen vom Weg zur Mülltonne. Schlechtes Gewissen. Dabei ausgiebig in Olga Tokarczuks „Gesang der Fledermäuse“ gelesen, ausnahmsweise Michael zum Mittagessen zu mir bestellt, mich hierfür gerade noch angezogen, etwas aufgeräumt; wieder gelesen, geschlummert; dem Regen zugeschaut; Blütenstaub bestaunt, der mit ihm an den Fenstern sichtbar wurde. Michael ein Stück vorgelesen; nicht die gewünschte Resonanz erlebt. Beate versucht anzurufen, um Vorlesestunde anzubieten. Mit Ariane telefoniert. Die Höhepunkte habe ich dem Blick ins Radioprogramm und dem Hinweis in 3-SAT zu verdanken: „Sprache mein Stern“ über Hölderlin in der Mediathek angehört, das schönste Hörspiel meines Lebens, ich werde es heute wieder hören. Dann 3-SAT: Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan. Das waren meine Highlights! Bei Hölderlin höre ich immer wieder die Farbe blau. Himmel von rührender Bläue…
Heute erwacht mit Traum von Peter. Er soll heimkommen nach langer Klinik oder Reha, zuerst kommt ein oder sein Rollstuhl, ganz alt und abgeschabt und verschmutzt, ich denke, ich werde wie bei meinem Vater selber einen besorgen. Peter selbst bleibt in Erwartung, ich wache auf, bevor er da ist. Er soll mit dem Sanka kommen. Ich bekomme ihn also noch nicht zu Gesicht.
In und über mir – „Himmels rührende Bläue“ – Peter erwartend.
Deine Träume sind wirklich erstaunlich, tief und voller Symbole. Jedes mal denke ich, ich sollte auch anfangen, meine eher rarenTräume aufzuschreiben, dadurch verstärkt sich das Träumen, glaube ich zumindest.
Oh wie schade, dass Du mich nicht erreicht hast! Gestern, nach Zoom-Gymnastik, bin ich aufs Rad gestiegen, Sonne getankt auf den Stufen der Ursulakirche, ich war immer wieder unterwegs, da musst du es bei mir versucht haben!
Dein Traum hat mich sehr berührt- so vielseitig ist doch das Gewand, in dem die Trauer über Dich kommt