Schwanenflug
In meiner Sattelkuhle stand eine kleine Pfütze. Vom Regen habe ich nichts gehört. Habe mich mit einer Ehrenamtlichen aus dem Hospiz getroffen. Sind mit den Rädern Richtung Blutenburg gefahren. Schöne Gespräche. Die Wolken verdunkelten immer wieder die Sonne. Zwei Schwäne flogen vorbei und landeten elegant im See. Wenn Schwäne im See schwimmen und ihre Federn wie zu Nestern formen, muss ich an Windbeutel denken, die es auch in Schwanengestalt gibt. Wir brachen auf, weil uns immer kühler wurde. Kurze Zeit später kam die Sonne hinter einer Wolke hervor und schon gehörte uns die nächste Bank. Aufgewärmt und uns kurz darauf getrennt. So ein Treffen hat in der momentanen Zeit eine ganz andere Bedeutung, es ist etwas Außergewöhnliches, etwas Besonderes. Vor der Krise traf ich mich mit meinen Freundinnen, freute mich immer, es war jedoch so selbstverständlich. Jetzt mussten wir auf Abstand achten, jetzt ist vorgeschrieben, dass wir nur zu Zweit sein durften. Mich mit jemandem zu treffen empfand ich immer schon als Geschenk, jetzt ist es ein besonderes Geschenk, allerdings mit leicht bitterem Beigeschmack. Leicht bitter weil es im Moment eine Erlaubnis der Politik braucht.
Oh, danke für den Ausflug!! Bin allerdings neugierig, wer das wohl war.