20-05-01-CoTaBu- Mairegen und Kampfschrift

Früher wollten wir im Mairegen wachsen. Auf der Suche nach dem zugehörigen Reim stoße ich auf Reinhard Mey: Mairegen, lass mich wachsen, Mairegen, mach mir Mut, Mairegen, lass mich glauben, alles wird gut. Abgesehen vom Regen, den ich normal Sauwetter nennen würde, der aber willkommen ist, weil die Natur leidet, und weil er moderat kommt und die Welt noch nicht untergeht in Fluten, bräuchte ich den Mut. Habe wieder meine wöchentliche Schrift an die Ehrenamtlichen herausgegeben, diesmal auch ans Ambulante Hospiz, und habe derart ausgeholt dass ich fürchte, die denken, ich hab den Verstand verloren. Ein Pamphlet. – Den ersten Mai habe ich übrigens nur einmal bewusst auf der Straße mit Liedern und Stimmung erlebt, das war in meiner Perugiazeit 1979/80. Die Lieder singe ich heute noch! – Ich müsste putzen, hab Kopfweh, mach mir Sorgen, raffe mich noch nicht auf, die „Neue“ anzurufen, wird sie meine Unordnung respektieren? Übrigens stoße ich lesend auf Themen, die nur unter uns schreibend zu erleben wären. In der Zeit war ein Artikel „Terrorist oder Psychopath?“ über diese Menschen, die Anschläge wie in Hanau verüben, schnell in der Ecke der rassistisch motivierten Täter stehen und genau wie Olgas Ich-Erzählerin über Jahre mit irrsinnigen Briefen auf sich aufmerksam gemacht haben, wenn man sie denn ernst  genommen hätte. Ich habe auch das Zeug zu diesen wahnsinnigen Schreibräuschen, allerdings nicht zu Mord. Immer muss ich mich zügeln. Beim meiner aktuellen Kampfschrift war ich eine halbe Stunde mit Schreiben beschäftigt und den Rest des Tages mit Kürzungen.

Frischer Mairegen – zum Tag der Arbeit. Und ich? –  Was arbeite ich?

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Eine Antwort

  1. Ines sagt:

    Schreibrausch hätte ich auch gerne mal. Bei mit ist es umgekehrt.

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