Frischluft im Wald
Wieder in München. Früher hat mich Hubert nach einem Schliersee-Wochenende immer nach Hause gebracht und wir haben den restlichen Sonntag getrennt verbracht. Irgendwie ist es entspannter, wenn man zusammen wohnt und sich nicht immer wieder verabschieden muss. Ich freue mich über mein eigenes Zimmerchen, in das ich mich zum Telefonieren oder Schreiben gerne zurückziehe. Für Hubert ist das zum Glück auch schön, weil er dann in Ruhe in der restlichen Wohnung wurschteln kann. Heute waren wir das erste mal wieder Wandern, zwei Stunden bergauf und bergab durch den Wald, gemäßigt, aber doch spürbar in den Beinmuskeln. Die Luft war sensationell klar und sehr kalt und frisch. Kein Mensch unterwegs, ausgiebig den Wald begutachtet. An manchen Stellen sieht er aus, als wäre eine Horde Elefanten da hindurch gelaufen, so viele Bäume waren umgeknickt und lagen achtlos am Boden. Andere Stellen wiederum ordentlich aufgeräumt und die Bäume akkurat aufgereiht. In Schliersee und Umgebung hat man nicht das Gefühl, dass es zu wenig regnet. Im Gegenteil, es ist feucht und alles sehr saftig und grün. Bis jetzt hat mir in der Coronazeit nichts gefehlt, aber so langsam hätte ich gerne mal wieder Besuch. Am kommenden Sonntag ist Muttertag. Ich habe Maja eingeladen und sie hat schon zugesagt. Darauf freue ich mich jetzt schon. Überhaupt hoffe ich auf viel Besuch, sobald die strengen Kontaktbestimmungen aufgehoben sind. Gestern dachte ich, es wäre schön, die Schreibgruppe mal am Schliersee zu machen. Draußen wie drinnen gibt es viel Platz zum Schreiben und eine wirklich bezaubernde Aussicht auf den See. Man kann auch mit der BOB anreisen.
Um den saftigen Waldspaziergang beneide ich dich, klingt herrlich! Überall sollten wir Schreibgruppe machen, auf Dachterrassen und bei dir am Schliersee.
Am Schliersee schreiben, da bin ich gleich dabei. Ich war oft dort in der Wohnung meiner Freundin.
Das du dein kleines Zimmer schätzt kann ich nur zu gut verstehen.
Ich komme auch gerne mit zum Schliersee! Meine freunde dort sind jeden Tag auf einem anderen Berg. Sehnsuchtsort in Coronazeiten. Sogar für mich Stadtpflanze