Küchenschlacht
Mit meiner Tochter Sirena hatte ich es diesbezüglich wesentlich einfacher: Sie liebte meine Art zu kochen, aß stets mit Genuss und hatte selbst keine großen Ambitionen , die Küche zu verwüsten. Ganz anders Alina: Auch sie sieht in mir eine Meisterköchin, behauptet, ich sei ihr großes Vorbild als Frau am Herd, eifert aber viel zu häufig um die erste Stellung der Hexe die kochen kann und verwüstet die Küche dabei regelmäßig. Gestern haben wir zusammen Pesto gemacht. Alle Zutaten waren eingekauft und vom Balkon gepflückt. Sie wollte nach einem besonders guten Rezept ein besonders schmackhaftes Pest zubereiten. Während ich Basilikum wusch, Pinienkerne röstete und Knoblauch schälte, packte sie schon mal getrocknet Tomaten in den Mixer. Ich konnte meinen Mund nicht halten und erzählte was von „Pesto Rosso“ ODER „Pesto Verde“….ich Besserwisserin! Es wurde ein wohlschmeckendes braunes Pesto draus. Beate, die Kleinliche…. als die Gläser mit dem feinen Pesto im Kühlschrank standen, Alina im Bett lag und ich noch die Küche aufräumte, dachte ich, es hat dann doch Spass gemacht, mit ihr in der Küche was zuzubereiten. Heute legte sie noch nach: Zwei große Schüsseln Nudelsalat. Und was habe ich heute Abend gemacht? …Genau!
Aufgeräumt, oder?
Klar! Aber ganz ehrlich: Es ist schön, mit Alina zu kochen. Nur: Die Küche verwüstet – das überfordert mitunter.
Ich finde es toll, wenn Kinder das Essen ihrer Mutter so schätzen und dann auch noch selber anfangen zu kochen und das auch noch gut machen. Ich freue mich bei meinem Sohn auch immer darüber, dass er ein Feinschmecker ist und selber wirklich sehr gut kochen kann.
Kochen und aufräumen gehören zusammen. Leg du dich ins Bett…