20-06-10-CoTaBu-CoronaKuss-Simons gepackter Koffer-Waldfriedhof erkunden
Traum: Ich hole Simon irgendwo ab, er ist noch klein. Ein Landschulheim oder sowas, wo Kinder betreut werden. Voralpenland etwa. Ein netter Betreuer, evtl. Grieche, kommt mit mir ins Gespräch. Beim Abschied Küsschen rechts, links, dann bietet er seinen Mund an – ich zögere, wir küssen uns mit spitzen Lippen und ich sage: Corona. Dann tanzen wir gewagt mit Figuren wie beim Tango, halb ins Lächerliche gezogen, halb ernst. Es fühlt sich gut an. Viele sehen zu. Simon hat schon gepackt und steht bereit.
Inzwischen Abend. Ich will morgen den Waldfriedhof erkunden; es haben sich Einige zu „Miteinander Gehen – Friedhofspaziergänge“ angemeldet. Ich will eine sinnvolle Route von Grab zu Grab auskundschaften, damit wir nicht drauflosirren. Alle haben mir ihre Gräberfelder mitgeteilt, Riesendistanzen dazwischen. Eine, die auch zur litererischen „teatime“ kommt und dort viel Eigenes einbringt, geht es etwas überengagiert an und bietet sich auch jetzt an, daraus eine Bildungsveranstaltung (z.B. „unbedingt das Kronemausoleum“) zu machen. Ich musste bremsen. Es sind Damen dabei, deren Freundin nicht klassisch bestattet wurde und deren Anliegen ein ritueller Weg spiritueller Art ist.
Meine Turboaufnahmen haben dazu geführt, dass alles aus dem letzten Loch pfeift. Christine hatte argumentiert, das Team sei vollstängig, kaum Patienten da. Dass sie einige kurzfristig wegen vermeintlicher Überbesetzung ins Frei geschickt hat, hat sie vergessen, mir mitzuteilen. Jetzt füllt sich das Haus mit Neuen, die anfangs voller Angst und Unruhe sind. Team schwach besetzt. Christine zu Hause, zum Glück. Welche Strategien wären es diesmal?
Früh mit Gregor telefoniert. Er braucht noch eine Woche. Ich freu mich, dass schon wieder Feiertag ist, eine komfortable Zeit.
Vier Tage Ferien. – Feiertag ohne Feier. – Ohne Prozession.
So intensiv dein Traum. Wie ein Gemälde Der Westfriedhof- viele Menschen, deren Gräber ihr besucht. Schön, wenn es einen gemeinsamen Rundgang gibt. Ich denke daran, dass ich vor zwei Jahren das letzte Mal am Grab meiner Eltern stand. Elmars letzte Ruhestätte im Urwald an der tschechischen Grenze suche ich öfter auf.
Ich bin heute mit Eva und Mama auch am Waldfriedhof. Tante Ernis Geburtstag.
Oh, dann bin ich gespannt, ob wir uns treffen!