Kuchen und Redeschwall
Ich warte auf Besuch. Eine Freundin hat sich angemeldet, eigentlich wollten wir spazieren gehen, aber es regnet in Strömen.
Stunden später: Die Freundin war da, wir waren nicht spazieren, hätten es aber besser gemacht. Stattdessen Kuchen essen und reden. Mir ist schnell wieder bewusst geworden, warum ich mit dieser Freundin nie wirklich eng geworden bin. Sie redet so unglaublich viel und im Detail und kommt von Hölzchen auf Stöckchen, und alles, was ich erzähle ist wieder nur ein Stichwort für ihren Redeschwall. Hinzu kommt, dass man sie am Ende immer bitten muss zu gehen, weil sie von sich aus kein Ende findet. Zum Glück hatten Hubert und ich eine gute Begründung, weil wir einen Tisch reserviert hatten. Leider hatte ich durch den Kuchen am Nachmittag keinen rechten Hunger, trotzdem im Lokal alles aufgegessen und jetzt Völlegefühl. Mit dem Tag bin ich nicht zufrieden. Morgen hat Maja Geburtstag. Sie wird 28 Jahre alt.
Die Freundin, die dich zutextet und das Völlegefühl passt irgendwie zusammen.
Gott sei Dank war es nicht ich, die Beschreibung könnte auch mich meinen. Schrecklich. Und voll peinlich; ich bin ja sicher, dass diese Menschen – so wie auch ich – das merken, aber doch nicht anders können. Vielleicht achte ich deshalb darauf, mich i.d.Regel nicht festzusetzen, wenn ich irgendwo bin. Ich hasse es, wenn jemand nicht geht, selbst wenn schon Signale ausgesendet werden. Mir fallen gleich Beispiele ein….
Keine Sorge, liebe Heike! Auch wenn du gerne viel redest, ist es immer persönlich und relevant. Außerdem kannst du gut zuhören.