20-06-15-CoTaBu-Ein Schreck wegen Fortbildung – Telefon- und Taubenterror

Als ich im Hospiz den PC runterfahre, weil Michael gleich zum Abholen vor der Tür stehen wird, lese ich: Heute sei ja meine Fortbildung von 18:00-21:00 für die Klinik-seelsorgerInnen. Frau G. habe versucht, mich telefonisch zu erreichen, aber es sei besetzt gewesen. Wann hat sie es versucht? Fünf Minuten vorher in Coronazeiten? Ich mit Schweißausbruch meinen und den Gruppenraumkalender durchgefleddert. Kein Termin heute. Nochmal. Die Klinikseelsorgerinnen stehen am 8.7. drin. Ich hatte vor einem halben Jahr eine Ankündigung für ihr Programm hingeschickt, keine Ahnung, was genau ich angekündigt hatte; das muss ich erst nochmal suchen. Sie freue sich. Ich habe gemailt, dass ich gleich weg bin und dass der Termin im Juli ist, ich aber auch – wie alle Welt – alles großräumig abgesagt habe. Die werden doch nicht vor der Tür stehen? Wann immer sowas stattfindet: Jeder ruft doch vorher nochmal an und erkundigt sich – auch ohne besondere Umstände – ob es dabei bleibt. Ich habe schnell den Email-Verkehr – Wunder der Technik – nach diesem Namen durchsucht: eine Korrespondenz, aus der unsere Verabredungen hervorgehen. Erleichterung! Eine Restangst bleibt immer, ich könnte was versaubeutelt haben. Aber sicher verschiebe ich keine Fortbildung ohne Kalender in der Hand. Eine Stunde vor der Veranstaltung zu mailen ist doch wirklich unprofessionell. Mit wem habe ich es da zu tun!

Zu Hause mit Renate eine unschönes Telefonat besprochen, nach dem ich mich wie mit Dreck beworfen gefühlt hatte. Und die Taubenfrage gründlich erörtert. Es muss etwas geschehen. Es wird etwas geschehen. Wieder saß eine, groß wie ein Huhn, zurechtgemacht für die Nacht, auf meinem Geländer. Es ist wie ein Albtraum.

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2 Kommentare

  1. Beate sagt:

    Oh nein, was für ein Schreck! Auch das wäre ein Albtraum: eine Fortbildung zugesagt haben und den Termin zu vergessen. Ich hoffe, Frau G. hat sich entschuldigt!

    • Heike sagt:

      Entschuldigen muss sie sich ja nicht. Nur hoffe ich, sie steht nicht mit 15 Menschen bei mir vor verschlossener Tür oder hat sie von überall her aus ganz München kommen lassen. Das ist meine Sorge! Ich gehe davon aus, dass sie den Termin falsch im Kopf hatte, aber wenn der Fehler auf meine Seite läge, dann wäre es unverzeihlich.

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