Einsame Sonntagsstimmung
- Ich kann nicht behaupten, den Tag heute gut genutzt zu haben. Nach dem Frühstück etwas Haushalt und Wäsche gemacht und für Bielefeld gepackt. Dann Luisa mit dem Auto zu ihren Großeltern nach Putzbrunn gebracht, sowohl verfahren – trotz Navi – als auch Stau. Dann wollte ich endlich meinen dunklen Haaransatz blond färben, er ist mindestens 3 cm rausgewachsen und die restlichen Haare sind viel zu blond. Jedenfalls hatte ich alles vorbereitet und gemischt, da fiel mein Blick auf die Verpackung, wo die Zielfarbe goldbraun draufsteht. Ich hatte mich in der Packung vergriffen, zum Glück früh genug gemerkt und die falsche Coloration entsorgt ohne dass sie zum Zuge kam. Statt dessen etwas ausführlichere Körperpflege und bisschen Sonnen auf der Terrasse. Um mich auch etwas zu bewegen hab ich mich aufs Rad geschwungen und an der total überfüllten Isar geradelt, einem Konzert im Freien gelauscht und dann schnell wieder heim. Abends mit Luisa bei lauter Musik Kartoffeln und grüne Bohnen gekocht, einen geschenkten Piccolo geteilt und gut gelaunt das einfache Mahl genossen. Luisa wieder unterwegs, ich Nachrichten und Tatort, den kenne ich schon. Rumgezappt und schließlich ausgemacht und im Internet nach Dachterrassengestaltung Ausschau gehalten. Hubert war heute erst beim Fitness und dann in Nürnberg, seinen Sohn besuchen. Meine Stimmung ist nicht so gut heute. Ich hab Menstruationsschmerzen, mache mir Sorgen um meine Zähne, habe etwas Angst vor dem Besuch meiner Eltern und fühl mich körperlich unfit und etwas einsam.
Ach Ines, das ist schade. Ich hatte so den Impuls, dich anzurufen, dachte auch an Spaziergänge „wie früher“, bin dann aber davor zurückgeschreckt, ins Familienleben bei euch einzubrechen. Aber für so einen Tag zwischen zwei Reisen klingt es für mich eigentlich gar nicht so schlecht, außer den beiden Überfüllungen.
Eine verpasste Gelegenheit. Ich scheue auch oft davor zurück, mich zu melden, weil ich immer das Gefühl habe zu stören und dass jeder schon eigene Pläne gemacht hat.