Hausdame bei Mama
Letzter Arbeitstag meiner zwei Vertretungswochen. Es gab viel zu tun. Trotzdem pünktlich gegangen, wie meistens. Meine Fahrradtasche war so schwer, dass der Korb hinten so gewackelt hat. Zum Fahrradladen gefahren, vor dem einige Leute standen. Habe kurz zwischenrein gefragt, wusste nicht was Kabelbinder auf englisch heißt, der Mitarbeiter verstand dann mein hindeuten. Er hat mir gleich 3 Kabelbinder hingemacht. Zu Muttern geradelt um meinen Dienst anzutreten, mit großem Gepäck. Immerhin bleibe ich bis Sonntag Abend. Eva hat mir noch einige Dinge gesagt, Blutdruck messen, Tabletten wie viele und wann, einfach kleinen Snack hinstellen ohne Kommentar, Mama isst alles was dasteht. Eva ist dann gefahren. Mit Mama durch den Garten, Rosen hochgebunden, Blumen gegossen. Habe dann im Keller soviele leere Gläser gesehen und mit dem Okay von Mama nach oben gebracht. Mama hat die Deckel runtergeschraubt, dann sind wir gemeinsam zum entsorgen. Sie wollte lange nicht mehr auf die Strasse, weil die Leute immer fragten wird es ihr geht und sie die Leute nicht mehr erkannte. Scheint sie jetzt vergessen zu haben. Bei der Rückkehr sah ich das bei unserem Zaun das Unkraut nur so wucherte. Haben gemeinsam alles rausgerupft, dann noch gekehrt. Zum Schluss noch Mensch ärgere dich nicht gespielt, nach Mamas unorthodoxen Regeln. Es war sehr nett mit Mama und wenn sie was tun kann, geht es ihr und mir gut.
Ich weiß nichtmal auf deutsch was ein Kabelbinder ist. – Mir scheint, dass dein Programm sich von Evas deutlich unterscheidet und ich genieße und erlebe auf dem literarischen Weg einen abwechslungsreichen Tag mit euch beiden. Gute Ideen, deinen Neigungen entsprechend.