20-07-30-CoTaBu-Alles gescheitert: Schwimmen und Reiseplan mit Bine

Nach Herumnackeln geht die Tastatur. Als wir heute am See waren fehlte Michaels Badehose. Er hatte heute VORHER gekocht und ich war so müde, dass Michael fand, ich wirkte wie auf dem Weg zum Schaffott. Ich wollte dann nicht allein ins Wasser, war schon vorher bei ihm auf Stuhl, Sessel und im Auto eingeschlafen. Michael hat mich heimgebracht und ist allein nochmal losgefahren.

Dann die Katastrophe. Eigentlich war ein WE mit Bine in Mittenwald geplant. Am Dienstag werde ich (mit Bines Vollmacht für ihre Stimme) nach Augsburg zur Eigentümerversammlung fahren, Herr Reilich junior holt mich vom Hospiz ab. Die Tagesordung steht, wie immer ein Theater mit Bine, die sich regelhaft gegen die Wünsche der Allgemeinheit stemmt. Zuletzt hatte ich sie soweit zu kapieren, dass der Appell der Gemeinschaft nicht zu ihren Schaden ist. Nach langen Debatten und erneuten Telefonaten ihrerseits mit dem Hausverwalter sollte ich diesmal durchwinken dürfen, was alle wollen. Nun schrieb Herr Reilich, Sohn des Statikers, mit dem Lollo das Haus aus der Taufe hob und ein Leben lang stritt, nochmal eine Mail an alle. Vertrat sachlich seine Interessen, wies darauf hin, nicht unvorbereitet wieder an zwei Nein-Stimmen (das waren 2019 Bine und ich in ihrem Schlepptau) zu scheitern. Bine auf 180. Interpretiert Unverschämtheiten hinein. Liest Vorwürfe raus. Holt alte Leichen aus dem Keller. Bloß weil die Steuern sparen wollen! Ich außer mir, muss Mittenwald, den Kurzurlaub, streichen; noch während des Telefonats Tavor unter die Zunge gelegt, nicht bereit, mich noch eine Minute meines Lebens wegen so einem Pipifax aufstacheln zu lassen. Sie könne sofort meine Wohnung haben! Es sei die größte Scheiße meines Lebens, durch diese Erbschaft an sie gekettet zu sein, ewig ihrem Unfrieden verhaftet. Erinnerung: Nach Weihnachten scheiterte der kurze Frieden an einer ähnlichen Situation. Wieder war sie irgendwo zu kurz gekommen, hatte jemand sie übervorteilt, zerfleischte sie sich zwischen ein paar Monate früher oder später in Rente gehen und und wer in welchem Fall woran Schuld war. Sie wirkt wie eine Giftspritze auf mich und hat das Potenzial, einen Herzinfarkt auszulösen.

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3 Antworten

  1. Beate sagt:

    ich bekomme allein beim Lesen Deiner Zeilen Atemnot. Sehe den ständig zankenden gelbgesichtigen Werner Nichtsnutz an ihrer Seite, hinter ihr stehen. Als würde es die eigene Bedeutung mindern, wenn die Argumente der Anderen angehört, abgewägt werden. Also: Kompromisse anzustreben scheint nicht die Stärke Deiner Schwester zu sein. Wie schade!

    • Heike sagt:

      Es sind Neid, Missgunst, zu kurz gekommen Sein. Werner tut sicher das Seine. Aber er wird seit 10 oder 20 Jahren hingehalten mit seinem tatsächlich überlebensnotwendigen Bauvorhaben. Immer, wenn Bine schon beinah zugesagt hat, macht sie einen Rückzieher. Sie waren so glücklich. Die Baugenehmigung lag auf dem Tisch. Dann zieht sie es im letzten Moment vor seiner Nase weg. Das Schlimme: Meine Nerven sind angegriffen, ohnehin. Es ist, als platzte innerkich alles, wenn ich diese Bosheit, diese Unterstellungen, diesen Hass über mich ergehen lassen muss. Ich kann es nicht aushalten, wahrscheinlich kenne ich es ja seit Geburt. Ihr Blick sagt mir, ich habe alles weggenommen. Was weiß ich schon davon.

  2. Renate sagt:

    Dieses sich gut verstehen, eine gemeinsame Reise zu planen und dann wieder diese Tiefschläge sind selbst für mich, als Aussenstehende, kaum auszuhalten. Ich kenne das Thema, vermeintlich zu kurz gekommen zu sein. Irgendwann sollte sie es doch mal einigermaßen reflektiert haben. Bei deiner Schwester ist das schon pathologisch.

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