Ein Tag zuhause, magischer Abend
Heute war es in der Früh schon heiß. Die Blumenerde in meinen Balkonpflanzen war staubtrocken. Noch bevor ich den Kaninchen Futter gab, die schon hungrig und erwartungsvoll aus dem Käfig schauten, groß ich erst einmal meine Blümchen. Den Kaninchen unterstelle ich Schlimmstes. Ich bin schier besessen von dem Gedanken, dass sie irgendeine Krankheit haben, die sich ansteckend auf Janni ausgewirkt hat. Die vielen Fliegen, die urplötzlich mit den Kaninchen einzogen, sehe ich als Indiz dafür. Vor allem ertrage ich ihren Gestank nicht. Es hilft nicht, dass ich sie jeden zweiten Tag ausmiste. Ihr Geruch vertreibt mich aus dem Zimmer..Vorhin habe ich beschlossen, mit ihnen morgen zum Tierarzt zu gehen, er soll sie untersuchen, ob sie auch wirklich gesund sind. Janni liebt die beiden sehr, fragt mehrmals am Tag, wann ich sie wieder bringen werde. Abgesehen vom Kaninchenproblem hatte ich einen Tag, an dem ich nicht ins Krankenhaus gefahren bin. Einen Tag für mich sozusagen. Waschen, putzen, einkaufen. Am Abend wollte ich meine Cousine Barbara treffen, sie ist jetzt in Pension und auf dem Sprung nach Griechenland. Wir waren zum Konzertabend im Isartor verabredet. Der erste Abend seit Wochen, an dem ich was unternehmen wollte. Ich wußte, wenn ich irgendwas nicht aushalte, muss ich nur einen Haken schlagen und kann gehen. Die Musik war wunderbar, Coconami, die Geige spielende Evi Kegelmeier, die Hochzeitskapelle. Dazu war das Isartor mit buntem Licht ausgestrahlt, Es hat mir gut getan. Barbara sagte, das sei ein magischer Abend gewesen, als wir zusammen zur S Bahn gingen
Coconami hatte ich zuletzt im Ruffini erlebt, kurz vor Corona.
Dein Hasenzirkus ist ja herrlich! Ich hoffe, du machst nur Witze und schleppst sie nicht zum Arzt!! Betrachte sie als Jannis Stellvertreter und versuche, sie zu lieben. Geht das? Du Arme!
Liebe Heike, das will ich versuchen! Hab gerade einen Anfang gemacht und sie lieb angeredet, Möhrchen und Gurke zum Frühstück gebracht. Sie schauen ja allerliebst aus, wie sie einträchtig kuscheln. Aber sie stinken…
Grand Hotel für Hasen mit Frühstück an den Käfig