Schmalzlocke und Lufthansaessen

Der heutige Tag stand wieder von Anbeginn an im Zeichen von Versorgung. Einkaufen, kochen, nach Großhadern fahren. In der Früh eine Begegnung, die einfach widerlich war: Ich fuhr auf einem Fahrradweg, der (zu meiner Rechtfertigung ) in beide Richtungen befahrbar war. Ein Typ mit seiner Freundin lief offensiv in mich rein, sodass ich jäh bremsen musste. „Falsche Seite!“ schrie er mich an, das Gesicht 20 cm vor dem meinen. „Abstand!“ rief ich. Er „Ja Abstand! Maske vor deine hässliche Fresse!“  Dann packte er herrisch seine Freundin am Nacken und setzte aggressiv seinen Weg fort. Tja.Der Typ wähnte sich im Recht. Die Siegerpose, mit  der er meine Fahrt zum Stoppen brachte, der herrische Griff nach seiner Freundin, die schwarzen Schmalzlocken , da gibt es keinen Link in meine Welt. Bloß weg da und an was anderes denken. Die Leute auf dem Markt waren wieder so freundlich, es ist immer sehr schön, da einzukaufen! Dass mir die gerade erlebte Episode noch nachging, merkte ich daran, dass ich plötzlich meinen Geldbeutel nicht mehr sah. Ich lief zu den anderen beiden Ständen, an denen ich zuerst eingekauft hatte. Da ruft der Gemüsehändler, er war in dem Körbchen unter der Staudensellerie.

In Großhadern war ich nur kurz. Die zweite Biopsie war gerade überstanden. Janni schlief, wachte auf, aß vom mitgebrachten Kartoffelbrei, schlief wieder ein. Die Schwester schenkte mit ein Lufthansaessenspaket. Ich hoffe so sehr, dass für Janni bald Besserung in Sicht ist!

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2 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Eine gräßliche Szene. Leider hängen einem solche Sachen schwer nach, sei es im vertrauten Umfeld, sei es mit einem beliebigen Fremden. Schrecklich. Janni schlief noch soviel als Nachwirkung der Narkose? Und jetzt heißt es wieder Warten???

  2. Ines sagt:

    Eine ätzende Begegnung. Das würde mir auch nachhängen, so ein aggressives und herrisches Verhalten. Tapfere Janni. Wenn jetzt bei der Biopsie wieder nichts aussagekräftiges heraus kommt, was ist dann eigentlich der Plan?

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