20-08-04-CoTaBu-Eigentümerversammlung ohne Bine und ohne Crash – „Liebe Sarah“ kommt mich besuchen

Ich komme gerade aus Augsburg. Herr Reilich, mein Chauffeur mit schnittigem BMW-Coupé – für Renate: O-Arzt beim Friedrich-Baur-Institut – und ich hatten neben Wohnungsangelegenheiten und Privatem auch allerhand über Erfahrungen mit ALS-Patienten zu reden – v.a. aber ist er Mit- oder eher Haupteigentümer der Kirchgasse und Sohn des lebenslänglichen Hausbaupartners und Erzfeindes von Lollo. Während wir an der „Freundschaft “ arbeiten tut Bine alles, Öl ins Feuer der alten Feindschaft zu gießen. Mit Bines Vollmacht, die sie nach Telefonaten und Emailkontakten mit anderen Miteigentümern und dem Hausverwalter für mich ausgestellt hat, nicht ohne zuletzt in die Runde zu mailen, sie beuge sich dem „enormen Druck der Allgemeinheit“ – konnte ich zu allem ja und Amen sagen. Je 1,5 Stunden Autofahrt zum Kennenlernen waren sehr nett. Wir kannten uns vorher nur vom Sehen und per Email.

Das wesentliche Ereignis des Tages aber war ein Anruf, von Sonja an mich durchgestellt: ein Mann in gebrochenem Deutsch mit unaussprechlichem Namen, der nach mir verlangt? Er sei der Mann von Bärbel Müller. Seine Tochter habe gerade das Buch „Liebe Sarah“ gelesen, das ich 2015 – im Sommer der Riesenfluchtwelle – mit ihrer Mutter in Briefform an sie geschrieben habe. Sarah ist jetzt acht Jahre alt. Nach dem Lesen habe sie ihrem Papa gesagt, er soll jetzt fragen, „ob die Frau noch da ist“. Sie wolle mich begrüßen und mir danken, sagt Papa. Ich bekam sie dann auch selber ans Telefon. Hab ihr übermorgen oder morgen um 16:00 angeboten. „Ich komme morgen um 16:00“, sagte sie. Wir werden uns am Brunnen treffen, vielleicht Eis essen, dort, wo auch Bilder von ihrer Mama entstanden und abgebildet sind, ich werde von ihr erzählen und ihr zeigen, wo wir geschrieben haben. Ich freu mich schon sehr darauf.

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

3 Kommentare

  1. Beate sagt:

    Oh Gott, ist das schön! Du wirst Sarah treffen! Ich war so sehr berührt von den Briefen. und nun ist sie 8 Jahre alt und Ihr werdet miteinander sprechen!

  2. Ines sagt:

    Das ist unglaublich schön, dass Sarah dich sprechen möchte. Jetzt schon mit nur 8 Jahren. Davon musst du uns berichten.

  3. Renate sagt:

    Damals als Sarahs Mutter im Hospiz lag, war ich in Erfurth. Ich wollte der Patientin von ihrer Heimatstadt berichten, leider war sie in sehr schlechten Zustand. Das Sarah zu dir kommt ist ein Geschenk.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert