Nur gestern und heute

Als ich gestern bei Muttern ankam hat sie noch geschlafen. Genau 12 Uhr mittags ist sie dann erschienen. Besprechung mit Linda, wegen dem anstehenden Wechsel, wegen der Fenster auf und zu Problematik und weiterer Dinge, die bei ihr für ein ungutes Gefühl sorgen. Linda ist dann in die Stadt. Sie ist, im Vergleich zu Marta, immer unterwegs und schaut sich München an. Mit Mama im Garten gesessen und über Vergangenes und Aktuelles gesprochen. Als sie immer wieder fragte ob ich Hunger hätte, wusste ich,  sie hat Hunger und machte ihr was zurecht. Warum das Essen bei ihr mit Scham, oder was es auch immer ist, besetzt ist,  weiß ich nicht. Sie sagt immer nein und wenn es dasteht, isst sie alles auf. Ist das die Demenz oder weil sie früher sehr auf ihre Figur achtete, oder ist es ein Zeichen von scheinbarer Stärke? Schwachsein gab es nicht. Sehr spät erst heimgekommen.  Heute das erstemal am Lussee schwimmen gewesen. Süddeutsche gelesen, Musik gehört, Menschen beobachtet und dann ins Wasser. Ziemlich kühl war es, dann, als der Bauch endlich nass war, herrlich. Zurückgeradelt und ein Strom von Menschen kam mir entgegen.

 

 

 

 

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2 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Ist echt interessant, das Thema Essen; lebenslang eingeübt, alle tun es, und alle verschieden.

  2. Beate sagt:

    Hauptsache, Deine Mutter isst am Ende alles auf- das stärkt sie sicher! Toll, dass Du Dich immer wieder noch aufraffst, was für Dich zu tun, wenn Du von ihr weggehst!

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