20-08-08-CoTaBu-Kaum Berührung mit Welt – Morgendliches Schwimmen – Grab neu bepflanzt
Wieder mit frühem Schwimmen in den Tag gestartet. Wieder Szene bestaunt. Eine Frau postierte sich solang neben einer Bank, bis diejenige ging, die sich darauf niedergelassen hatte. Dann nahm sie die ganze Bank in Besitz, daneben den Liegestuhl, als sicherte sie den Platz für eine ganze Truppe. Ich musste ans Hospiz denken, wo soviele sich einen Platz sichern wollen, obwohl die Notwendigkeit noch in Ferne liegt. Am Tag X soll es dann felsenfest stehen, sodass sie nur noch zugreifen müssen. Das Handtuch-am- Strand-Phänomen. Hier ein Revierkampf schon früh um 8:30, wenn der See noch fast unberührt liegt? Jedenfalls tat es gut, den Blick abzuwenden, einzutauchen. Erfrischt danach zu Dehner gefahren; das Grab war in schlimmem Zustand nach Hitze und Schneckenpest. Wunderbare, kostbare Gräser; Sukkulenten und kleines Blühwerk dazwischen. Hoffentlich bleibt es eine Weile so schön. – Nachmittags Flannery o`Connor gelesen (was mag Thomas dazu bewogen haben, mir dieses grausame Buch zu schenken?), eingeschlummert, bis die Nachbarin, die am WE so laut, fast brüllend, teilweise kreischend telefoniert, dass es von der Mauer gegenüber zurückhallt, mich weckte wie immer. Das Märchen-Skript rausgeholt. Manchem gegenüber bin ich widerständig. Das sollten wir gerade deshalb probieren, auch wenn mir manches in meiner Version viel besser gefallen würde. Abends bekocht worden. Gerade im TV Schlager aus den 1970ern bis 2000ern gesehen, dann die faszinierende Maite Kelly. Es ist sehr heiß in der Wohnung.
Ja, es gibt es viele Egoisten, wenn man sich umschaut. Nicht nur am Strandliegestuhl, sondern offensichtlich auch, wenn es ums Sterben im Hospiz geht.
Dass du Maite Kelly faszinierend findest, finde ich jetzt wieder faszinierend. Echt lustig, durch den Blog erfährt man auch solche Vorlieben und das TV Programm voneinander. Das hätte mir allerdings auch passieren können, dass ich vor Schlagern aus den vergangenen Jahrzehnten hängen bleibe.