viel los, brauche Zeit und Ruhe
Heute ist mein letzter Arbeitstag, bevor ich ab morgen noch mal eine Woche Urlaub habe. Dieses Jahr ist der Urlaub ein bisschen gestückelt. Im Moment habe ich nicht viel Motivation zu arbeiten. Es ist zum Teil wegen der Corona Hygienemaßnahmen, zum Teil wegen der Baustelle mit dem Lärm und zum Teil bin ich etwas überdrüssig, mich mit den immer gleichen Problemen, zu beschäftigen, mit denen die Familien zu uns kommen. Wobei natürlich jedes Kind anders ist und es mitunter schon sehr schöne Verläufe und interessante Menschen gibt. Aber trotzdem freue ich mich auf eine nochmalige Pause. Ich bin seit ca. 2 Wochen jeden Abend verabredet gewesen und hatte keinen einzigen Tag für mich, selbst an meinen freien Mittwochen war immer irgend etwas los. Ich merke jetzt, wie sehr mir das abgeht. Früher war ich mehrere Tage in der Woche abends allein zu Hause und jeden Mittwoch. Es ist nicht so, dass ich mir das zurück wünsche, aber ich muss doch etwas ändern, damit ich mehr bei mir selbst sein kann, mehr Zeit und Ruhe habe, und nach meinem eigenen Rhythmus leben kann. Zum Glück hat Hubert Verständnis, ihm geht es auch ein bisschen so wie mir. Wir sind darüber im Gespräch und werden das irgendwie lösen, dass jeder von uns auch einzeln Zeit verbringen kann. Heute Abend treffe ich mich mit Ex-Mann und den beiden Kindern im Öeins im Stemmerhof und wir wollen Jarons Master feiern. Aber danach will ich erst mal keine Verabredung mehr haben. Morgen früh Friseur, danach mal wieder in die Stadt, vielleicht ein paar Sommersachen erstehen. Abends fahren wir dann wieder zum Schliersee für den Rest der Urlaubswoche. Da will ich dann viel Zeit mit Chillen und lesen verbringen und nicht dauernd etwas unternehmen. Letztes Wochenende war ich endlich mal im Schliersee baden, sogar mehrmals, außerdem Ruderboot gefahren und ein Stand-Up-Paddel Board ausgeliehen. Es sieht einfacher aus als es ist, auf diesem Brett zu stehen und gemächlich zu paddeln, aber ich hatte danach ordentlich Muskelkater. So etwas kann ich mir noch mal vorstellen zu machen. Ich freue mich, wenn wir die nächste Schreibgruppe in dem Haus am Schliersee machen, ich gehe jetzt mal vom 6.9. aus. Ihr könntet entweder mit der BOB kommen oder mit dem Auto. Das besprechen wir noch, auch die Uhrzeit, vielleicht ein bisschen früher als sonst.
So nachvollziehbar, von den immer gleichen Themen im Kinderzentrum bis zur Erschöpfung nach den ewigen Verabredungen. Letzteres ein Dilemma.
weil es Hubert genauso geht wie Dir, wird sich eine Balance zwischen Geselligkeit und Rückzug bald einstellen. Vielleicht ist es auch der Sommer, der so viele Aktivitäten und Verabredungen immer wieder hervorzurufen scheint?
Manchmal gibt es Zeiten da häufen sich Einladungen, Treffen uvm. Dann braucht es
den Ausgleich. Ich weiß nicht ob die im Zeichen des Krebses Geborenen den Rückzug
besonders brauchen? Von mir weiß ich es sicher,