20-08-12-CoTaBu- Auf den letzten Metern – Widerstand gegen die Urlaubsfrage

Jetzt ist es doch passiert. Nachrichten angeschaltet und prompt in einem Film mit Iris Berben gelandet. Sie ist halt so schön und es waren ein paar dolle Dialoge dabei, dennoch verlorene Zeit, will ich doch eigentlich lesen. Bin schon fast beim Abendessen eingeschlafen. Wieder „erfolgreich“ früh geschwommen. Unter die Haut gegangen: Erstkontakt mit einer jungen Patientin (in Begleitung ihres Vaters), ein Jahr jünger als Jakob. Bereits gezeichnet und weiß wie Kreide. Dann eine 25-Jährige, die wegen ihres Vaters da war, die Mutter bereits vor zwei Jahren verstorben. Bei beiden Eltern gab es keinerlei Aufklärung für sie; auch sie, wir hatten das Thema, Afrikanerin. Wie schwer ist so ein Trauerprozess, wenn man hinters Licht geführt oder einfach ausgelassen, genau gesagt „geschont“ wird!? Sie konnte das gut reflektieren. Ansonsten Endspurt: Gesprächsergebnisse schriftlich in die Akten geben, für alle einsichtig. Das gestrige Gespräch scheint fürs Erste Wunder gewirkt zu haben. Morgen noch vorarbeiten, so gut es geht. Renate weiß, wie kurzlebig unsere Pläne sind. Ihr fragt, was ich vorhabe. Es war immer schon diese Frage; die raubt mir die Unschuld und macht mir Druck. Ob ich was vorhabe oder nicht, ob ich verreise oder nicht, das ist, als sei ich verpflichtet und müsste jetzt gleich auf Knopfdruck glücklich sein. Alles kommt auf mich zu ohne Riesenerwartung. Drei Wochen Zeit. Wenn ich gut bin, dann nehme ich mir ein Beispiel und stecke mir kleine Ziele und freue mich auf oder über Verabredungen, kleine Unternehmungen. – Habe vorhin über das Bakterium nachgelesen. Möge es mit Stumpf und Stiel ausgerottet werden.

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5 Antworten

  1. Beate sagt:

    drei Wochen Ferien! und ich habe ab Montag auch zwei Wochen frei! Damit verbunden ist: Wir haben „Luft“ auf den einen oder anderen Vorleseabend oder Ausflug zum See!

  2. Ines sagt:

    Es ist so naheliegend, zu fragen, was jemand in seinem Urlaub vorhat. Dauernd werde ich das gefragt. Eigentlich denkt sich der Fragende nichts dabei. Aber ich kann es nachvollziehen, dass es einen Druck aufbaut. Ich versuche, nächste mal daran zu denken. Deine Arbeit ist schon unglaublich wichtig, und so schwer, wenn so ein junger Mensch zu euch kommt.

  3. Renate sagt:

    Morgen beginnt dein Urlaub mit einer kleinen Unternehmung.

    3 Wochen, dann bist du wieder da wenn ich arbeite ab 7.9.

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