Was fehlt?

  1. Heute bin ich mal Pendlerin zwischen Schliersee und München. Morgens in aller Früh nach etwas zu wenig Schlaf nach München rein gefahren und jetzt nach 6 Stunden Arbeit und zwei Autismus Diagnostkterminen steh ich wieder am Harras und warte auf die Bahn, die mich wieder raus aufs Land zum Sommersitz fährt. Hubert hat inzwischen mit meiner Schwester und Ralf eine kleine Wanderung zum Tegernsee und im Bräustüberl eine Brotzeit gemacht. Nachher wollen wir dann alle ein Boot ausleihen und Baden gehen. Ich bin so glücklich über Hubert, auf den ich mich so bedingungslos verlassen kann. Dass er sich während meiner Abwesenheit um die Gäste kümmert, rechne ich ihm hoch an, zumal es sein freier Tag ist und es eher meine als seine Gäste sind, die er durch den Tag begleitet. Objektiv bin ich mit meinem Leben wirklich einverstanden. Der Partner, die Wohnsituation, die Freizeitmöglichkeiten, die Arbeit, das alles möchte ich genauso haben. Trotzdem hab ich in letzter Zeit das Gefühl, dass ich zu wenig Zeit habe, nicht sinnvoll genug lebe. Ich glaube, mir fehlt die spirituelle Ebene in meinem Leben. Das Leben in Saus und Braus ist schön, aber nicht in der Tiefe erfüllend. Ab Herbst will ich daran etwas ändern, ich weiß noch nicht genau, was. In jedem Fall brauche ich dafür etwas mehr Zeit ohne soziale Kontakte.

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2 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Alles, was du beschreibst, ist nachvollziehbar. Und wie Hubert dich und alles, was zu dir gehört, eingliedert und mit Freuden macht ist wunderschön. Das „andere“ wird sich noch finden. Gern wär ich Teil davon. Manches „Spirituelle“ leidet momentan: Gebet und Gesang und Verbundenheit bei Getrenntsein durch Maske und Verbot.

  2. Beate sagt:

    wie Hubert so schier selbstverständlich aufmerksam zu (Deinen) Gästen ist, finde ich sehr bemerkenswert und unglaublich sympathisch! Der Sommer bringt oft viel Leichtigkeit, mal positiv formuliert. Im Herbst ist vielleicht auch bei Dir wieder mehr Raum für Rückzug und Innerlichkeit. Ich habe das schon viele Jahre lang so empfunden. Das macht den Sommer oft auch so anstrengend

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