Schwimmen und Stadt
Heute wieder meinen heiligen Mittwoch ausgenutzt. Den ersten Kaffee im Bett mit Tagebuch und Zettelchen für Notizen, was ansteht. Um 10 Uhr mit Maja am Südbad getroffen und wieder 30 Bahnen geschwommen. Sie schwimmt genauso schnell wie ich. Im Draußenbecken dürfen nur 18 Personen gleichzeitig sein. Der Bademeister hat uns zurückgepfiffen, weil wir falsch gezählt haben und noch nicht durften. Maja danach noch zu mir, gemeinsam kochen und essen. Lange geredet, bis sie so müde wurde, dass sie ein Nickerchen auf dem Sofa machen musste. Sie sagt, sie kann sich gar nicht vorstellen, Mutter zu sein, weil sie oft Erholung braucht und fragt, ob man da rein wächst. Ich denke schon. Am Nachmittag bin ich in die Stadt, hatte einfach Lust mal wieder was zu kaufen. Hab Schuhe, Hose und Hemdchen erworben und danach platt gewesen. Die Einkaufsstraße unglaublich voll, viele Menschen müssen vor den Geschäften Schlange stehen, bis sie rein dürfen. Die wenigsten Menschen gefallen mir. Viele junge, schwarz gekleidete Migranten und diverse asoziale Typen. Hat sich das verändert zu früher? Hubert ist heute Abend nicht da, jetzt bin ich mal alleine zu Hause, finde es mal ganz gut. Bisschen Bügeln und fernschauen.
Ein Tag mit Maja, wie schön und so notwendig, scheint mir! Das mit dem Reinwachsen weiß ich nicht. Muttersein ist natürlich eine permanente Anstrengung und geht von Natur aus über die Kräfte, finde ich. Der Schlafmangel, keinen Satz zu Ende reden oder denken können, nemals allein sein, überall die Augen gelichzeitig haben und immer lieb und gutsein sollen. Es ist wie es ist.