Heimfahrt

Früh, nachdem alles in den Koffern verstaut, der Rest der Brösel weggefegt, der Müll entsorgt, das Geschirr gespült war, nach Hamburg gefahren. Sind zu früh für mich und für Eva und Andrea dagewesen, deshalb noch ein kurzer Spaziergang im Park Planten on Blomen. Dann wurde ich am Hauptbahnhof abgesetzt und die Beiden fuhren zum Flughafen. Ich war wieder so betroffen von diesen vielen fertigen Menschen. Durch die Wandelhalle gegangen, ein Buch mit Liebesgedichten von Else Lasker-Schüler, dass in einer Schütte lag, gekauft. Zum Zug. Alle Rolltreppen gingen nur nach unten. Blöd! Aufzug gesucht. Durchsage dass der Zug auf einem anderen Gleis fährt. Das gleiche Procedere wie vorher. Der ICE war nicht sehr voll, was sehr gut war. Neben mir war ab Kassel reserviert. Ich habe mich kurz vor Kassel auf den  Sitz gegenüber gesetzt, was im Nachgang die richtige Entscheidung war. Ein junger Mann, sehr  übergewichtig, mit sehr fettem, langen Haar,  laut schnaufend wegen der Maske, hatte den Platz neben mir reserviert. Kurz vor Ingolstadt, Durchsage! Es sind Personen auf den Gleisen. Die Bundespolizei ist bereits im Einsatz. Sie gingen von 15 Minuten aus. Na, ja das geht noch. Korrektur! 25 Minuten. Erneute Durchsage! 60 Minuten. Da schwoll mein Hals. Letztendlich kamen wir 70 Minuten später an, als geplant. So war ich erst kurz vor 23.00 Uhr zu Hause. Zu allem Glück ist der Bus wieder einige Minuten früher losgefahren, so dass ich zu Fuß heimgehen musste. Inzwischen ist alles gewaschen, der Kühlschrank ist aufgefüllt, die Blumen in den Vasen sind arrangiert und ich schreibe auf dem Balkon. Der Alltag hat mich wieder!

 

 

 

 

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3 Antworten

  1. Heike sagt:

    Welcome back home! Mal sehen, wie wir uns wieder mit dir akklimatisieren; du hast ja gelesen, wiesehr wir mit dir unterwegs waren. So verdammt schade die Unbillen des Reisens. Mit meiner geliebten Else im Gepäck hat es dich hoffentlich kaum angefochten.

  2. Ines sagt:

    Das ist leider auf der ICE Strecke schon der Normalfall, 1 Stunde Verspätung. Das Wiedereinleben im Münchner Zuhause hast du ja ruckzuck erledigt. Deine Enkelkinder werden sich freuen über dich und die vielen Steine.

  3. Beate sagt:

    Wieder daheim, wie gut dass es unter dem Strich doch ganz gut geklappt hat. Und nun wieder im Alltag ankommen! eine schöne Reise hast Du gemacht! ich habe Deine Schilderungen sehr gerne gelesen!

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