Samstag

Super, supi Thomas! Zwei Kinder, Thomas ca 4 oder 5 Jahre alt, ein größeres Mädchen und die Mutter. Was war so supi? Thomas fuhr mit dem Rad eine kleine Abfahrt runter, durch eine Unterführung und mit einiger Anstrengung eine geringe Steigung hoch. Mutter flankierte ihn und rief jeden Moment, super, supi Thomas. Gelobt wird inzwischen für jede Kleinigkeit, für Dinge, die für Kinder keine besonderen Herausforderungen darstellen. Wahrscheinlich wundern sich die Kinder selbst, wofür sie dauernd gelobt werden. Ich will aufmerksam sein ob ich Emilia und Luis auch ständig lobe. Grundsätzlich finde ich ein Lob motivierend und förderlich, es sollte jedoch nicht zu einem Dauerlob verkommen, so dass es keine Differenzierung mehr gibt. Was gab es außer super und supi heute noch. Vollcorner, eine kleine Radtour, das abziehen meiner Polster, die ich gleich gewaschen habe. Meine Waschmaschine hat sich gar nicht supi verhalten, denn sie schleuderte nicht und ließ sich auch nicht öffnen. Immer und immer wieder versucht, aber die Kissen waren zu schwer. Irgendwann habe ich es geschafft und jetzt hängen die Kissen und Sesselbezüge draußen zum trocknen. Ich bin gespannt ob ich die Bezüge wieder auf die Polster kriege, denn sie sitzen sehr eng. Hat mir meine Mutter noch genäht.

 

 

 

 

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3 Kommentare

  1. Ines sagt:

    Supi ist echt so ein bescheuerter Ausdruck. Hat sich aber ganz schön durchgesetzt.

  2. Heike sagt:

    Ab und zu finde ich supi lustig. Ich sehe aber Mütter mit einem 3/4 Auge auf ihr Handy starren und darauf wischen, mit einem 1/4 Auge auf ihr Kind, die Aufmerksamkeit ganz woanders, und die Mutter in gespielter Begeisterung mit diesen künstlichen Heliumstimmen, wie sie die Frau von heute an den Tag legt, loben, jubeln. Wie muss sich so ein geschenktes Lob anfühlen? Wie bei Augustus, den alle lieben, ohne dass er irgendwas bringt? Thomas allerdings ist abgefahren heutzutage, wie vor einigen Jahren Otto und Emma.

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