Gestern und heute

Gestern schon sehr früh zur Mutter gefahren. Im Haus waren alle Fensterläden zu, Marta war schon weg und unsere Mutter schlief noch. Ich habe mich in die Küche gesetzt, Kaffee getrunken und eine Zeitschrift aus dem Jahr 2018 gelesen. Um 11.30 Uhr hat sich was bewegt. Der erste Gang führt Mama in die Bauernstube, Fensterläden aufmachen, da steht sie dann eine gefühlte Ewigkeit und schaut. Ich habe mich ganz still verhalten. Als sie in die Küche kam war sie nicht sehr überrascht. Frühstück war schon vorbereitet von Marta. Ich habe gleich für das Abendessen gekocht und Pfannkuchen mit Apfel im Rohr gemacht. Mama ist an der Außenwelt immer weniger interessiert, außer am Wetter. Immer und immer wieder hat sie gesagt, so ein Sauwetter, oder es regnet schon wieder, oder schau mal wie stark der Wind ist. Mensch ärgere dich nicht gespielt. Auch da merkt man eine Veränderung zum Schlechteren hin. Komischerweise weiß sie viel beim lösen eines Kreuzworträtsel. Eva kam am späten Nachmittag und hat mich heimgefahren. Badewanne und TV. Endlich gut geschlafen. Heute lange mit Eva telefoniert. Bett abgezogen, Kissen und Bettdecke liegen zum lüften auf dem Balkon, die Waschmaschine läuft. Zweites Frühstück, dann gehe ich eine Runde spazieren. Viel wird heute nicht mehr stattfinden.

 

 

 

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

3 Antworten

  1. Heike sagt:

    Eindrückliche Szenen. Wie ein Drehbuch.

  2. Beate sagt:

    Beeindruckend wie du immer alles so unaufgeregt strukturierst: deine Tage, die Besuche bei deiner Mutter, die Zeit mit den Kindern

  3. Ines sagt:

    Das ist doch echt interessant, dass das Wetter noch so eine Wichtigkeit hat. Es ist halt auch direkt vor unserer Nase und bietet sich dadurch an, es zu kommentieren. Dazu braucht es keine höhere Denkfähigkeit. Ich rede inzwischen auch oft übers Wetter.

Schreibe einen Kommentar zu Beate Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert