20-09-29-CoTaBu-Heiße Themen und was bei mir gedanklich anschließt

Anlässlich dessen, was Beate und ich gerade austauschen wird offenkundig, wie wenig Menschen voneinander wissen und nachvollziehen können, selbst wenn sie sich berufliche Inhalte und wie wir in diesem Forum auch viel Persönliches „erzählen“ – wie sensibel es ist, wenn etwas Wesentliches nicht „gesehen“ oder verstanden wurde. Das ist schmerzlich bis ärgerlich und sollte vermieden werden. Gestern ahnte ich schon unterschwellig, dass ich für diese Ignoranz den Kopf gewaschen bekomme. Im Gegenzug und zu meiner Rechtfertigung frage ich, wer eigentlich z.B. meine Masterarbeit kennt oder mehr über mein Berufliches weiß, als dass ich es mit „Sterbenden“ zu tun habe (Alexandra?). Durch mein Zusammenarbeiten mit Sonja, die noch „neu“ ist, verstehe ich heute, was Renate 16 Jahre lang quasi Tür an Tür mit mir gearbeitet hat (wie in der Wissenschaft: der Vergleich!). Ich denke an Michaels Herzensanliegen, mir geografische Zusammenhänge zu vermitteln, die sein Gemüt erheben, während ich kein Gespür für Himmelsrichtungen und Zusammenhänge habe und mich nicht interessiert, wo ein Fluss entspringt, durch welches Land er fließt und wohin, geschweigedenn wofür er Menschen dient, wenn er nur rauscht und schön aussieht. Kürzlich fragte er mich allen Erntes, ob ich wisse, was ein Kompass sei. Geschichtliches erreicht mich nicht durch Gedanken, Erfahrung und Wissen anderer, sondern allenfalls durch Literatur, dieser Tage durch Interviews, die ich selber höre oder diesen einen Film. Heute sprach ich mit einem Versicherungsmathematiker. Meine Fragestellung war für ihn wie chinesisch. Während er sich allwissend gab erschien er mir wiederum als emotionaler Analphabet (alexithym = gefühlsblind). Unterschiedliche Werdegänge prägen unsere Gehirnregionen. Fernsehversuch: wie alle Tage diesmal Beitrag über Bautzen, dann Schwenker nach Arte, wo es ums Schlafen bzw. – störungen ging; außer dem Satz, dass es keine Funktion im Menschen gebe, die davon nicht betroffen würde, ließ mich das Thema kalt, da es nicht in meinem Fokus liegt. Ich fand diese Experimente für euch Schlaflose irrelevant, sonst hätte ich bescheid gegeben.

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3 Antworten

  1. Ines sagt:

    Ich stimme dir zu, dass wir wenig berufliches und fachliches voneinander wissen. Durch den Blog kennen wir eher die Tagesabläufe und das Emotionale, aber keine fachlichen Inhalte. Bei Beate habe ich z.B. keine richtige Vorstellung was sie eigentlich arbeitet. Vielleicht sollten wir uns das mal schreibend erzählen. Peinlicherweise hat sie sicher schon darüber erzählt und ich hab es mir nicht gemerkt.

    • Heike sagt:

      Genau das ist der Punkt. Du hörst es, aber wenn es so außerhalb der eigenen Reichweite liegt rauscht es auch wieder vborbei. Es ist peinlich und natürlich zugleich.

  2. Beate sagt:

    …ich wollte da gar nicht den Kopf waschen. Deine Abneigung gegen Geschichte, Heike, resultiert, soviel ich weiß, aus dem Dozieren deiner Mutter schon in der Jugendzeit. Die Schnittstellen unserer Interessen liegen doch woanders- und sie reichen für Austausch und gemeinsame Stunden.

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