Wandern und Faulsein am Schliersee

  • Ich sitze auf dem Sofa, warm zugedeckt, im Schliersee-Haus. Seit gestern sind wir wieder hier und bleiben bis Freitag. Heute früh nach dem Frühstück ins Auto gesetzt und zum nahe gelegenen Wanderparkplatz gefahren, natürlich hatten Tausend andere Menschen dieselbe Idee. Wie durch ein Wunder einen Parkplatz ergattert und rauf zum Bodenschneidhaus, 2 Stunden hoch, 1 1/2 Stunden runter. Auf dem Weg mussten wir immer auf die Radler aufpassen, die diese Strecke scheinbar genau richtig für ihren Sport finden. Wenn ich nicht auch bald ein E-Moutainbike hätte, würde ich sie verfluchen, die Räder und die Fahrer. Aber irgendwie muss man sich arrangieren. Das Gute nach so einer Wanderung, man kann danach guten Gewissens faulenzen, Kuchen essen und sich kaum noch bewegen. Hubert schafft das nicht. Er kruschelt herum, räumt und mistet aus. Während der Wanderung unterhielten wir uns über die verschiedenen Freunde und Freundespaare. Es gibt eigentlich kein Paar, wo alles passt. Und auch keine Freunde, mit denen wir eine Woche verbringen wollen würden. Früher war das anders, vielleicht wird man mit dem Alter kritischer oder braucht mehr Ruhe. Jedenfalls waren wir uns einig, dass wir beide uns gut und mindestens eine Woche gegenseitig aushalten und gerne Zeit miteinander verbringen. Immerhin. Nachher fahren wir noch in die Pizzeria. Heute ist Weißmehltag: Semmeln, Kuchen, Pizza. Gesund ist anders.

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3 Antworten

  1. Heike sagt:

    Recht froh, dass auch ihr nicht mit Gott und der Welt kompatibel seid oder umgekehrt. Nie begreife ich, wie Manche mit Jedem können. Kürzlich jemanden gefragt, der seit Jugend einen spirituellen Kreis pflegt, die auch 3x jährlich irgendwohin fahren: wie es bei ihnen mit der Toleranz steht. Zuerst reagierte er indifferent. Dann kamen ihm doch Beobachtungen, zu denen man um des Friedens willen die Klappe halten muss.

  2. Beate sagt:

    Es sind so unglaublich viele Menschen unterwegs. Wo sollen sie auch sonst hin? Ich kenne auch viele Paare, mit denen es mir schwer fällt, längere Zeit mit ihnen zu verbringen

  3. Renate sagt:

    Ich habe für Radfahrer in den Bergen keine große Sympathie.
    Weißmehltag muss auch mal sein. Schmeckt einfach besser als Vollkornmehl.

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