Cafe Lotti

Obwohl ich wusste welchen Aufgang ich nehmen muss, bin ich, wie unter Zwang, den falschen Weg gegangen. Oben angekommen natürlich gleich bemerkt und wieder runter zur U-Bahn, um auf die richtige Seite zu kommen. Heike und Brigitte waren bereits in ein intensives Gespräch vertieft, was ich selbst durch die Scheiben des Cafes wahrnahm. Sie haben mich herzlich aufgenommen und in ihre Gespräche eingebunden. Als ich 2004 im Hospiz anfing konnte ich mit Brigitte nicht viel anfangen. Sie kam mir immer etwas von oben herab vor, wenig herzlich. Im Laufe der Jahre kamen wir uns näher, sie kam, wann immer es ihr möglich war zu mir ins Büro, setzte sich in den Besuchersessel und wir unterhielten uns besser und besser. Inzwischen ist sie mir sehr nah und ich bin ihr dankbar für ihre Gedanken, die sie mit mir teilt. Heute im Cafe, neben Kaffee, Frühstück „Häusliche Lotti“, und angeregten Gesprächen, fühlte ich mich beiden Frauen sehr verbunden.

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2 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Was du schreibst berührt mich tief. Wir drei haben schon 16 Jahre miteinander auf dem Buckel. Auch ich konnte mit Brigitte all die Jahre erstv nicht viel anfangen, habe auch nicht so einen Besucherstuhl wie du; sie saß also nie bei mir, was sicher nicht am Stuhl lag. Aber sie fragt nach mir z.B., wenn ich fehle. Ich finde, es ist gerade zu dritt sehr angenehm, eine Konstellation, die ich noch bis vor nicht allzu langer Zeit als unbrauchbar empfunden hätte.

  2. Ines sagt:

    Cafe Lotti ist süß. Ich kenne es nicht, aber ein Mann wird dort wahrscheinlich nicht zu finden sein. Schöner Einstieg in den Freitag.

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