20-10-20-CoTaBu-Fabian auf Hochtour und geheiligte Texte

7:30: Unmerklich beinah und von heute auf morgen leuchten die Kronen der Bäume auf im ersten Morgenlicht in allen Rottönen, Kupfer, Terrakotta, auch komplementärem Grün – dazwischen hellblauer Himmel mit pfirsichfarbenen Schleiern verhangen. Auch die Ziegeldächer aus der Nachbarschaft  bekommen von diesem Glanz ab.

22:13: Gerade ist Fabian gegangen; wollte sich eigentlich mit Ingo treffen, wurde wohl nichts. Melsene hatte einen Herzinfarkt, womöglich ist er im Einsatz. Fabian nimmt an allen möglichen exzessiven Sportprogrammen teil, auch an Bikram-Yoga bei 38 Grad, das ziemlich extrem sein muss; dann hat er heute bei Michi Garten und Haus ausgeputzt; er muss sich ununterbrochen auspowern, was in diesem Fall höchst nützlich war. Heute keine Gedichte, sondern für ihn nochmal gekocht, was ich für mich schon hatte, zusammen ferngesehen und am Schluss nach endloser Zeit unbändig gelacht. – Meinem alten Glasperlenspiel nachgeforscht, möglicherweise habe ich es Jakob mitgegeben. Momentan aber lese ich mich mit Papst Benedikt in den Schlaf. Die Wirkung solcher Texte spiegelt den Lebenswandel und zeugt von Gründlichkeit, Verlangsamung, ja, spiritueller Praxis. Alles wohl überlegt, nichts „rausgehauen“, es tut gut. Ich hatte ja auch am Sonntag Johannes XXIII bereit gelegt: „Ruhig und froh lebe ich weiter“. „Licht der Welt“, man lasse einfach nur die Titel auf sich wirken.

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3 Antworten

  1. Ines sagt:

    Ruhig und froh lebe ich weiter, das ist ein einfacher Satz mit starker Wirkung. Den werde ich mir merken. Der Extremsport passt zu Fabian. Aber hält er es durch oder bricht er nach solchen Phasen wieder ab und verfällt ins Gegenteil?

  2. Renate sagt:

    Der Satz spricht mich auch an.
    Bikramyoga ist nur mit der Badehose zu machen. Nix für uns!

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