Voller Tag
Die Tage in Benediktbeuern haben mir gut getan: ich hatte nun zwei Arbeitstage, an denen ich voller Elan gearbeitet habe, ohne Blei in den Gliedern und Matsche im Kopf. So gehe ich heute Abend endlich mal zufrieden mit mir ins Bett. Ich habe heute viel organisiert, im letzten Tageslicht die schweren Vorhänge von den Fenstern geholt. Der Maler kam vorbei, der das Wohnzimmer weißeln wird. Er erinnerte sich daran, dass vor 5 Jahren noch ein Klavier an der Wand stand. Ich meinte, das ist jetzt im früheren Alinazimmer. Er stand da und schüttelte den Kopf und meinte „Des Zimmer war mir zu nackert. gemütlich is was anders“. Ein Hoch auf die Ehrlichkeit! Dabei war ich doch so froh, als ich alle Stehrümmchen verräumt hatte.
Wo nimmst du nur den Elan her? Jetzt schon streichen, so zügig eins nach dem anderen, dieses viele Räumen, dazu noich die „richtige“ Arbeit. Das muss ich schon bewundern.
Der Maler sollte dankbar sein, dass nicht so viel rumsteht. Dein Tempo ist echt erstaunlich. So viel Energie im November!