20-12-18-CoTaBu-Beiwerk mit Bedeutung + Weihnachtspost

Wie immer vor Weihnachten am Schreiben. Realisieren, wer JETZT (noch) wichtig ist, wer dazugekommt, wer ausfällt. Dadurch, dass Thomas sich seine Frau zum Lesen dazugewünscht hatte, fehlt mir jetzt die Freiheit, ihm als Freund zu schreiben. Was jahrelang Herzensangelegenheit war gerät so zur Pflichtübung im Doppelpack.

Ines` Weihnachtsthemen haben mich angeregt. Der Schmuck aus dem Elternhaus; die Krippe, die wir selber als Kinder gebastelt haben, Maria mit dem flachen Gesicht aus der Hand meiner Mutter; die kostbaren Figuren aus Peters Hand – welche Haltung er der Maria gegeben hat! Die Tiere! Miniaturen von Lollo. Zinnbäumchen, denen man eine Kerze aufstecken kann. Eigenes. Ein Sammelsurium. – Neuralgischer der Gesang. Im Elternhaus Pflicht – ich Klavier, Bine Flöte, Gesang aus heiseren Kehlen. Das habe ich hier fortgeführt. Peter hat es ausgehalten, Michael in der Folge dann auch, solang die Kinder Kinder waren und hier drei Generationen versammelt. Später wuchsen Widerstände, mein Programm immer angestrengter, bis ich es aufgegeben habe. Jetzt ist es nur noch profan. Einen Heiligen Abend kann ich nur noch im Hospiz verwirklichen. Jetzt fällt der aus. Wer so profan aufgewachsen ist schämt sich vermutlich. Weglassen ist keine Option – innerlich erzürne ich darüber. Ich habe es gründlich satt, gegen Widerstand anzurennen. Michael hat alles versucht, sogar Kirche. Er kann das einfach nicht. Wie tief das sitzt, woher wir kommen!

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Eine Antwort

  1. Beate sagt:

    ich kann mir gut vorstellen, wie Du Deine Weihnachtspost gestaltest- es sind sicher sehr besondere Briefe, an Worten und Beiwerk dem Adressanten zugewandt und besonders. Das habe ich immer schon bewundert. das kostet Zeit und macht sicher auch Dir Freude.

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