Schneewanderung

Winter am Schliersee. Gestern und heute jeweils eine lange Schneewanderung gemacht. Danach den Kamin anheizen und Tee trinken. Jeden Abend fein kochen. Mich wundert, dass es nicht langweilig wird. Heute morgen haben wir wieder bei den kleinen ortsansässigen Geschäften eingekauft. Beim Bäcker, Metzger, Fischhändler kennen sie uns schon. Man wird wie die Einheimischen gedutzt. Ich mag das recht gerne, wenn es so familiär zugeht. Ich fühle mich aber nicht zugehörig, insbesondere wegen des fehlenden Dialekts. Das outet mich sofort als norddeutsch und Tourist. Hubert packt dann sein Bayrisch aus und wird nach meinem Empfinden dadurch mehr als Ihresgleichen akzeptiert. Wir stellen uns öfters vor, hier am Schliersee zu leben. Für Hubert ist das eine schöne Vorstellung. Ich bevorzuge die Stadt für das alltägliche Leben. Solange wir arbeiten bleibt es erst mal bei der aktuellen Zweigleisigkeit. Morgen ist der letzte Tag des Jahres. Was für ein Jahr! Für mich privat war es ein schönes Jahr. Mit Blick auf das Weltgeschehen kann ich das aber nicht laut sagen. Morgen mehr.

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

2 Antworten

  1. Heike sagt:

    Selbst, wenn es langweilig würde, wäre das nicht schlimm. Und ich frage mich, muss man denn entscheiden, ob man hier oder da lebt, wenn man sowohl hier wie da behagliche Behausungen hat? Haben nicht – da wir gestern bei den Königskindern waren – wenigstens die Könige immer ihre Sommer- und Winterresidenzen, ihre Stadt- und ihre Landhäuser gehabt? Thomas Mann schrieb sommers im Villino. Wer nicht alles… Man könnte alles haben und nach Belieben den Schwerpunkt mal hierhin, mal dorthin verlagern.

  2. Renate sagt:

    Mal Stadt, mal Land. Ich finde das toll. Dieses ländliche Duzen mag ich, denn es kommt so natürlich. Sonst bin ich kein Fan davon.

Schreibe einen Kommentar zu Renate Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert