2021-01-02-CoTaBu- Rauhzeit -Tage wie unter Wasser

Beim Lesen meiner Einträge 2020 fällt mir auf, wieviel ich von den „Kindern“, von Simon geträumt habe. Ich wusste gar nicht mehr, wieviele Träume ich handschriftlich notiert hatte. Vieles ist mir wertvoll, manches wird zuviel. Heute ist es so unfreundlich draußen, dass ich guten Gewissens stubehocken darf. Frühstück mit Michael, dann mit seiner Hilfe etwas Elektromüll aussortiert, Telefonat mit Beate. Gerade haben Michi und seine Mutter einen Ausflug zu mir an den Teetisch gemacht. Jetzt beginnt die Kruschtelzeit, z.B. Schubladen „aufräumen“. Zwei Bestellungen von Booklooker versendet – die Menschen haben jetzt Zeit für sowas. Eines: Hilarion Petzold, Poesietherapie, vorher auf mögliche Anstreichungen durchgesehen. Adé, edles Buch! Gestern saß Winni hier, er hatte, wie manchmal ihr oder die anderen Mädels, traulich nach meinen Pantoffeln gegriffen! Winni lobt immer meine Wohnung – darüber freue mich. Als Auktionator erkennt er meine Kostbarkeiten, aber er meint auch das Licht. In meinen Einträgen fand ich das Wort „eingewohnt“, von dem ich glaubte, es stamme von Thomas. Ich hatte es im Traum zur Wohnung einer Kollegin gesagt, bevor Thomas dieses Wort in seinen Mund nahm. Da es mir oft einfällt halte ich es für wichtig. Ansonsten begleitet Hölderlin meine Rauhzeit.

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

2 Kommentare

  1. Renate sagt:

    Es ist erstaunlich was sich in den Einträgen alles findet, was vergessen war. Das graue Wetter ist wahrlich optimal um rumzukramen und zu entsorgen.

  2. Ines sagt:

    Ja, das Wort „eingewohnt“ hatte mich in deinem Beitrag auch beeindruckt. Mit geht es oft so, dass ich die Träume, die ich aufgeschrieben habe, nicht noch mal lesen will. Da hab ich einen regelrechten Widerstand. Die alten Tagebucheinträge hingegen lese ich gerne.

Antworte auf den Kommentar von Ines Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert