Spagat
ab 8.00h ging es los. Pausenlos telefonieren, im Hintergrund immer das Anklopfen, Zeichen, dass noch mehr Anrufer in der Warteschleife sind. eine halbe Stunde bevor meine Rufumleitung abgestellt wird, ging der Akku lehr. Also Rufumleitung auf das Handy. Ich war eigentlich voller Elan dabei, wurde nicht heiser (ein Zeichen, dass die Logopädie angeschlagen hat), aber als ich auflegte, merkte ich wohl, dass ich eine Pause bräuchte. Doch weit gefehlt- ich habe ja noch meine eigentliche Arbeit und da stand eine Besprechung an. Am späten Nachmittag dann einkaufen, zu Sirena. Da war es dann sehr schön. Ich koche ja sehr gerne und es gab nur Gesundes, zweierlei Salat und Hühnchen mit Champignons und Reis. Schön war vor allem auch dass sie mit ihren Krücken ein paar Runden durch die Wohnung drehen konnte und ein paar Übungen wie Zehen strecken gelangen. Und dass ich mich mit Janni unterhalten habe, über den Unterricht und über das, was sie bei ihren Freunden bewegt.
Ich ahne, dass der Spagat zwischen meinen zwei Arbeitsstellen anstrengend werden wird. Das sich umstellen und in zwei so unterschiedlichen Feldern dabei zu bleiben, wird mich sicher ganz schön fordern.
Oh, das klingt sehr anstrengend. Ich wusste nicht, das du quasi zweigleisig arbeitest. Auch, wenn es dir Spaß macht für Janni und Sirena zu sorgen, so ist es ja auch eine Aufgabe. Pass gut auf dich auf, nicht, dass du irgendwann zusammenklappst.
Ich habe das auch erst jetzt so gehört, dachte, wie Ines, dass du sozusagen „abkommandiert“ bist. Zwei so unterschiedliche Gebiete, also zwei Arbeitsplätze…sehr anstrengend. Und ja, Fortschritte in der jungen Familie, das ist schön. Es sind demnach also nicht zwei, sondern drei Jobs.
Das du nun zwei Jobs hast ist auch mir neu. Eine Bekannte von mir, die im Referat für Umwelt und Gesundheit arbeitet hat sich geweigert, weil sie die Befürchtung hat, dass auch Coronaleugner anrufen könnten und sie dann ausflippt.