Kein Home Office

Heute hab ich nur bis 14 Uhr gearbeitet, meine reduzierte Stundenzahl seit Anfang des Jahres macht es ab jetzt möglich. Wir haben uns getraut nach Schliersee zu  fahren,  Hubert hatte alles mögliche dabei, das ihn als Zweitwohnunginhaber ausweist. War aber nicht nötig, es vorzuzeigen. Es ist jedes mal schön hierher zu kommen. Die gute Luft, die schöne Aussicht auf die Berge, die Stille, ab und zu unterbrochen vom fernen Hupen der BOB. Ich fühle mich schon sehr privilegiert, dass es diese schöne Auszeitmöglichkeit gibt. Ich freu mich immer auf das Übernachten in dem kalten Schlafzimmer. Im Moment denke ich, dass eine Steigerung dieses guten Lebens nicht mehr gibt. Insofern fühle ich mich weiterhin von den Corona-Maßnahmen nicht wirklich in meiner Lebensqualität eingeschränkt. Bis jetzt hatte ich gar keine Angst mich zu infizieren. Seit den Meldungen zur Mutation fühle ich nun doch eine gewisse Angst vor Ansteckung. Gestern, als ich mit der U-Bahn zur Arbeit gefahren bin,  war diese gesteckt voll, so dass kein Abstand halten möglich war. Da habe ich mich sehr unwohl gefühlt. In der Arbeit fühle ich mich sicher. Bin froh, dass ich nicht im Home Office bin. Das wäre mir zu eintönig. Auch, wenn wir nicht so lebhaft im Austausch sind als KollegInnen wie früher, so ist es doch ein soziales Setting, und eine Abwechslung zum häuslichen Einsiedlertum, was viele durch Homeoffice gezwungen sind zu leben. Inzwischen gibt es sogar Werbung für bequeme Hosen, die man im Homeoffice statt Jogginghose tragen kann, quasi eine Jogginghose de Luxe.

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3 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Skurril, wenn man Sorge haben muss, als Münchner auswärts zu sein. Man kann schließlich nicht auf die Stirn tätowieren „ich habe einen Wohnsitz“. Ihr macht sehr viel daraus. – Homeoffice als Möglichkeit super, ein Glück und besser als nichts, aber Arbeitsplatz/Schule statt zweitem Standbein im Leben dauerhaft am PC?

  2. Renate sagt:

    Ab Montag musst du mit FFP2 Maske in den Öffentlichen fahren. Ich verstehe so gut, dass du dich am Schliersee so wohl fühlst. Ich war auch immer sehr gerne in der Wohnung meiner Freundin. Leider hat sie sie wieder verkauft.

  3. Beate sagt:

    Eure Sorge, nicht zur Zweitwohnung fahren zu dürfen hatten ein paar Anrufer am Mittwoch. beim ersten Lockdown war es tatsächlich so, dass es verboten war! Deine Erleichterung, die Stadt verlassen zu können und an einen ruhigen Ort zu kommen, an dem ihr auch zuhause seid, verstehe ich sehr gut!

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