Samstagsnachtrag: Mondscheinsiedlung und Inkassobüro

Eigentlich wollten wir  mit Barbara, der Frau meines verstorbenen Cousins, wie in jedem Jahr Weihnachten feiern. Daraus war diesmal nichts geworden, weil Barbara lieber gleich allein daheim bleiben wollte als um 21.00h ins leere dunkle Haus zurückkehren. Gestern war ich mit ihr zum Spaziergang verabredet. Die Mondscheinsiedlung liegt unweit von ihrem Haus. Es ist schon sehr besonders: all die kleinen Häuser, die einen hübsch rausgeputzt, die anderen, in marodem Zustand. Dazwischen die ehemalige Gärtnerei, verfallen. Grundstücke, so riesengroß.Während Barbara beherzt das Eis auf den Wegen ignoriert und zügig voranschreitet, bin ich vollauf damit beschäftigt, einen Weg zu suchen, auf dem ich sicher gehen kann. Wir waren beide ein wenig aufgeregt vor Wiedersehensfreude. Dann kam die Sonne raus, aber ich wollte schon wieder weiter, im Ruffini noch was zum Essen besorgen. Es gab dort leckere Risottokugeln, gefüllt mit Käse und Tomaten. Und natürlich Kuchen für die Nachspeise. Mit diesen Schätzen kam ich zu Sirena und Janni. Dort hatte die Post schon am Vortag die neue Matratze gebracht. Bett 1 , die mistgekaufte Matratze Deutschlands. Das musste sein, eine neue Matratze, denn die alte war nicht nur durchgelegen, sondern viel zu weich für den geschundenen Rücken meiner Tochter. Janni und ich wuchteten also die neue Unterlage auf das Bett – ein voller Erfolg, der richtige Kauf, wie es sich im Laufe des Nachmittags herausstellte.

Sirena hatte schon vor Weihnachten Ärger mit einer Inkassofirma. Die wollte Geld eintreiben für EON, Sirena hatte da nie Strom bezogen, sie war immer bei den Stadtwerken. Sie hatte da aber bereits gehandelt, auch Strafanzeige wegen versuchten Betrugs bei der Polizei gestellt. Heute war ein zweiter Brief im Kasten. Die Inkassofirma hatte umfänglich Daten von Sirena abgefischt und eine SCHUFA Anfrage gestellt. Diesmal gab die Rechnungsanschrift Auskunft , es war die meiner Eltern. Anscheinend hatte EON noch eine Abrechnung ein Jahr nach Verkauf des Hauses abgeschickt, als es das Haus schon gar nicht mehr gab und das neue der nächsten Eigentümer noch nicht bezogen war. Aber wie kommt die Inkassofirma an die Adresse meiner Tochter und wie kommt sie zu deren Daten? Sirena weiss sich als Juristin zu wehren. Sie war trotzdem sehr beunruhigt, meinte, sie stünde lieber außen als Verteidigerin als mitten im Geschehen.

Die neue Matratze, die Speisen vom Ruffini, das Kartenspielen auf dem Bett- es wurde trotzdem ein schöner Nachmittag. Am Abend hatte ich ein langesTelefonat mit Sabine, deshalb schreibe ich erst heute in der Früh…

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3 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Eine Martratze ist eine Wissenschaft für sich – Gott sei Dank ist es die richtige. Dass ihr inmmer mit Barbara Weihnachten feiert wusste ich gar nicht. Ein Betrugsversuch? Wahnsinnig unangenehm und lästig, sich damit dauernd zu beschäftigen. Bei Ruffini hab ich nur einmal Essen abgeholt: 20 Minuten in der Kälte gewartet und dann eine Portion, die für zwei Mäuse genügt hätte.

  2. Ines sagt:

    Die Matratze Bett 1 hatte ich auch in meiner letzten Wohnung, meine Kinder haben sie auch. Ich finde sie ok, kenne aber bessere Matratzen. An dem Beispiel von dieser Inkassofirma kann man mal wieder sehen, wie gläsern wir sind. Wie haben sie die Verbindung von deinem Elternhaus zu Sirena hergestellt? Alles sehr unangenehm, auch wenn man unschuldig ist.

  3. Renate sagt:

    In der Mondscheinsiedlung gehe ich auch sehr gerne spazieren. Inzwischen wird da sicher nicht mehr schwarz gebaut. Die Matratzen von Bett 1 sollen recht gut sein, zwei Leute die mit meiner Schwester zusammenwohnen sind begeistert. Wir haben für Muttern auch eine bestellt. Das mit dem Inkassobüro macht Angst.

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