21-01-19-CoTaBu-Nachwehen von gestern + Pandemiespezifisches

Die ausgeuferte Jubiläumssequenz hatte Folgen. Christine wollte auf mich zukommen, ich war aber nie ansprechbar. Mit Sonja gründlich darüber geredet. Jemand spiegelte den Eindruck, eine Ehrenamtliche werde auf einmal von der Pflege gefeiert, weil sich Bettina im Anschluss an die Übergabe reingepflanzt hat und Deichmanns auch noch an der Tafel thronten (Namen für Renate). Keiner hat je bisher seine Jubiläen gefeiert. Derart „generöse“ Einladungen mit Essensbestellung – inzwischen zu starrer Gewohnheit eingefroren – waren bislang Gregor und Christine als der Doppelspitze vorbehalten (nur sie feiern ihren Geburtstag gemeinsam auf diese Weise, während andere einfach etwas mitbringen). Man muss das Ganze bedenken. Hierarchien und Hackordnungen wurden durcheinandergebracht. Mir waren die Hände gebunden, wollte ich niemanden vor allen brüskieren. –  Weiteres Spannungsfeld zwischen Ehrenamt und Pflege: wir alle bekommen Abstriche. Christine aber hat bereits zweimal einem Ehrenamtler nahegelegt, sich anderswo abstreichen zu lassen – eine Ungeheuerlichkeit. Das lässt sich schnellstens klären. Nur sind es die Pflegenden, die laufend zwischendurch irgendwen abstreichen sollen – lästige Zusatzaufgabe. Auch wegen der Impfungen fragen die Ehrenamtler: Ach, ihr seid schon geimpft? Subtext: Und was ist mit uns? Zählen wir nicht? Die Caritas, der das Ehrenamt angeschlossen ist, kümmert sich einen Kehricht darum. Im Gegenteil schickte mir der Referatsleiter gestern auf meine Frage die allgemeinen Bestimmungen, die jedes Kind kennt. Gregor kommt am Donnerstag wieder, mal sehen, was er dazu sagt. Ich als Verkörperung der Schnittstelle incl. Narbenwildwuchs im Grenzgebiet und zwischen den unvereinbaren Trägern konnte gerade noch reinwitschen. – Abends fantastische Charitéfolge angesehen, so interessant und grandios gespielt. – Der verlängerte Lockdown ist amtlich.

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3 Antworten

  1. Ines sagt:

    Beim Feiern und beim Impfen werden dann doch Unterschiede zwischen den Gruppen gemacht. Und stehst dazwischen, aufreibend. Die Charitefolgen habe ich schon alle auf der Mediathek geschaut, die Serie hat mir auch sehr gut gefallen und war wegen der Einbettung in die Geschichte so lehrreich.

  2. Beate sagt:

    Die Charitéfolge hat mir auch besonders gut gefallen, ja, grandios gute Schauspieler! Die neuen Bedingungen sind zum Teil so unübersichtlich, dass es ein Graus ist

  3. Renate sagt:

    Ich habe deinen Text gelesen und habe einen Kloß im Hals. Wie deutlich die Unterschiede zwischen Haupt- und Ehrenamt durch diesen „Vorfall“ werden.

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