Gedanken über Freundschaft

  1. Ich sitze voll gefuttert auf dem Sofa und es ist unglaublich still. Weder im Haus noch draußen ein Ton zu hören. Lediglich der Luftwäscher tickt in regelmäßigen Abständen. Ich stelle mir vor, wie es wäre, in der jetzigen Zeit alleine zu leben und keine Arbeit zu haben. Fühlt sich deprimierend an. Um das gut zu verkraften müsste ich Anstrengungen unternehmen, mich mehr mit Freundinnen zu verabreden, wenigstens telefonisch. Mit der früheren Freundin, Anja, mit der ich gerade wieder im Austausch bin, habe ich mich als Teenager täglich getroffen und zusätzlich noch telefoniert. Sobald die festen Freunde ins Spiel kamen, war das dann vorbei. Auch war ich oft gekränkt und eifersüchtig, wenn sie sich mit anderen getroffen hat. Einerseits ist die Vorstellung, so eine enge beste Freundin auch jetzt noch zu haben, wirklich schön und etwas kostbares, andererseits mit potientieller Enttäuschung verbunden. Die meisten Frauen, die ich kenne, haben eher mehrere gute Freundinnen, nicht eine Exklusive, ich schätze aus diesem Grund. Was war heute noch? Yoga online, Telefonate mit Schwester und Mutter, Einkauf, Bad putzen, Kochen, schreiben. Ein normaler Mittwoch.

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

3 Kommentare

  1. Renate sagt:

    Auch ich hatte früher eine beste Freundin. Jetzt habe ich mehrere Freundinnen. Ich glaube, zumindest ist das bei mir so, dass, wenn man älter wird, es nicht mehr so notwendig ist, täglich zu telefonieren und sich so oft zu treffen.

  2. Heike sagt:

    Freundschaft. Ein sehr wichtiges, sehr sensibles Thema.

  3. Beate sagt:

    die beste Freundin in der Jugendzeit, das hat was mit ständiger Nähe, mit sich aneinander messen, mit Eifersucht, wenn eine andere Freundin auftaucht, mit Schwärmerei füreinander zu tun, schrecklich schön! Und jede dieser Qualitäten verliert doch im Laufe der Jahre an Bedeutung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert