Nachtrag 1000. Beitrag
Gestern den Jubiläumseintrag versäumt. Der Tag verging wie so oft, mit langem Telefonat, mit dem Gang in klirrender Kälte zu Basic. Auf dem Rückweg war ich mir sicher auf eine Angehörige, deren Vater im Hospiz war, zu treffen. Es war auch so. Ich ging an dem Haus vorbei und in dem Moment kam sie heraus und leerte den Briefkasten. Langes Gespräch über den Vater, der sagte, die beste Zeit hatte er im Hospiz, aus dem er, weil zu gut, wieder entlassen wurde. Monate zu Hause, dann Kurzzeitpflege, weil die Tochter in Urlaub fuhr, wo er dann gestorben ist. Nach Hause bei schneidendem Wind. Mein alltägliches Programm gemacht. Meine Papiere sortiert für die Steuererklärung und haufenweise für den Schredder aussortiert. Schredder habe ich keinen, also heißt es in kleine Futzel zerreissen und diesesmal aufpassen, damit sie nicht wieder auf der Strasse landen, wenn die Papiertonne geleert wird. Das war letztes Jahr ein Spaß, als ich die Schrift von Herrn Linnemann und andere bekannte Papierschnipsel auf der Strasse liegen sah. Nach dem Abendessen einen Film angeschaut und danach war ich so müde, dass ich nicht mehr schreiben konnte. Heute schon um 7.00 Uhr aufgestanden. Ich wollte meinen Tag anders beginnen und schaute, was ich normalerweise nie mache, mit einem Kaffee, fern. Eine sehr interssante Sendung über einen gehörlosen Maler, Albert Fischer, Künstlername Fise. Er malte nur mit Wasser aus Seen, Flüssen oder geschmolzenem Schnee. Und, er malte nie Schnee, sondern nutzte das weiße Blatt, auf dem er nur die Umrisse malte. Er malte immer wieder Fische mit Händen, die sich unter Wasser in der Gebärdensprache unterhalten konnten. Fernseh schauen am Morgen durchbricht die tägliche Routine, ob ich dabei bleibe? Bis es zur Routine wird….. vielleicht.
Deine Gaudi mit dem Papier habe ich vergessen. Sonst hätte ich nicht gestern relativ sorglos mein Papier obenauf in die Tonne gestopft. – Fise hat einmal in diesem Pavillon nahe Romanplatz ausgestellt, der später abgebrannt ist. Ich habe damals eine Veranstaltung mit Vortrag besucht und noch wunderschöne Postkarten mit genau den von dir beschriebenen Motiven. Damals wurde auch synchron in Gebärdensprache übersetzt.