21-02-18-CoTaBu-Im wahren Sinn auf 180+immer routinierter beim Abstrich
Morgen geht es jetzt doch zwingend zum Arzt – wegen der Blase. Was aber richtig blöd ist: nach dem Nasenbluten fragten manche wegen Bluthochdruck; das viele Kopfweh legt das auch nahe. Michael hat mir sein Blutdruckmessgerät aufgedrängt. Heute früh 185:95; das ist zu hoch, zumal ich Candesartan nehme. Bloß nicht wechseln, es war bisher das einzige, das ich seit Jahren vertrage. Meine Oma lag zehn Jahre im Pflegeheim nach Schlaganfall. Es besteht Handlungsbedarf. – Wieder Riesenaufreger im Team wegen Abstrichregeln. Wie wir’s auch ausmachen, selbst wir drei „da unten“ wiedersprechen uns regelmäßig. Ich habe es in der Übergabe angesprochen, was eigentlich Gregors Sache wäre, weil er nicht da war. Großer Unmut, jeder wüsste was anderes; auch wussten sie nicht, was Gregor offenbar nur zu mir sagte (wie kann ich das ahnen?), nämlich dass letztlich alle befähigt werden und auch zur Verfügung stehen sollten, um Angehörige abzustreichen. Manche hörten das zum erstenmal. Eine, Renate ahnt wer, wurde besonders störrisch. Das wolle sie als schriftliche Anweisung. „Ein Plan“ wie ihn sich manche vorstellen, geht einfach nicht, es sei denn, man setzt Tag und Nacht einen Wachposten vor die Tür oder macht Besuchsregelungen von…bis wie in Krankenhäusern, was wir nicht wollen. Hinterher haben wir zu dritt den Handzettel geändert, konkretisiert; Sonja wurde nämlich auch schön langsam sauer, weil viele dieser Unsicherheiten auf ihrem Rücken ausgetragen werden. Sie hatte sehr gute Ideen. Ob es jetzt besser wird? Uns schien, als seien wir einen Schritt weiter. Aber mitmachen müssen alle. – Heute habe ich drei Abstriche gemacht und einen erhalten! Meine ProbandInnen waren zufrieden (Gregor, Sonja und Heike R.). Ein Vertrauensverhältnis ist förderlich, man kommt sich nahe und braucht eine ruhige Hand. Am Montag ist Bettina dran, sie weiß schon von ihrem Glück.
Der hohe Blutdruck macht mir Sorgen. Dass es gefährlich ist, weißt du ja selber. Meine Mutter wurde jedes Mal ins Krankenhaus eingewiesen, wenn er so hoch war. Vielleicht reicht schon eine Dosiserhöhung des Medikaments. Ich würde mich weigern, solche Nasenabstriche zu machen, hätte echt Angst jemanden zu verletzen. Ich dachte auch, dass es demjenigen richtig weh tut. Alle Achtung, dass du jetzt so ein Profi wirst.
Danke für deine Sorge! Ich hoffe nicht, gleich ins Krankenhaus zu müssen, aber mir ist wirklich auch unbehaglich zumnute! Gregor sagt, mein Nasenabstrich sei der „schönste“ von allen. Er schmeichelt gern. Aber ich merke ja, dass es zart und vorsichtig auch geht, und auch ich grause mich nicht mehr so davor, seit ich weiß, wie es gehen kann. Ich fühle mich irgendwie besser damit, wenn ich auch meinen Beitrag leisten kann.
Hoffentlich kann Dir der Arzt helfen. ich weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig es ist, neu eingestellt zu werden, lag auch, wie Ines‘ Mutter eine Woche deswegen im Krankenhaus. ich mache mir auch Sorgen um Dich.
toll, dass Du so gut abstreichen kannst. Wenn ich einen Test brauch, komme ich zu Dir!
aber erst einmal Gute Besserung!
Die Tests scheinen Dauerbrenner im Hospiz zu sein. Bluthochdruck haben wir am Telefon schon besprochen. Dein Arzt, Dr. Schnurr mag dir entsprechen. Ich finde er nimmt das auf die leichte Schulter.