Ein langer Tag

Eva hat mir heute einen wunderschönen, zarten Blumenstrauß gebracht, als Aufmunterung für meine Sitzung morgen beim Zahnarzt. Wir haben zusammen die Kinder vom Kindergarten abgeholt. Emilia hat Eva schon vom Gruppenzimmer aus, das im 1. Stock liegt, gesehen. Sind, welche Überraschung, auf den Spielplatz, an dem wir erstmal wieder alleine waren. Wie immer Kuchen, Obst und Eis aus Sand gemacht. Eva blieb nicht lange, denn sie musste zu Mama, da heute die Hausärztin kam und der Wechsel von Marta und Luzie stattfand. Den Mann von Luzie, der sie bringen wollte, ließen die Deutschen nicht durch. Trotz negativem Test und einer Bescheinigung der Agentur. Der Freund von Marta, der in der Nähe von Regensburg wohnt, musste an die Grenze fahren und Luzie holen. Sie bleibt jetzt 3 Wochen. Ich blieb auf dem Spielplatz. Emilia war selig weil ein mongoloides Mädchen, das früher in ihrer Gruppe war und die sie sehr mag, auf den Spielplatz kam. Sie hat nur mit diesem Mädchen gespielt. Vielleicht hat sie das Gen von ihrem Großvater, meinem Exmann. Er hat jahrelang mit Behinderten gearbeitet. Für mich waren Besuche in seiner Wohngruppe immer eine große Herausforderung. Ich konnte ihre Reaktionen und Verhaltensweisen nicht einschätzen und hatte immer ein bisschen Angst. Linda musste heute länger arbeiten, weil es so viel zu tun gab. So bin ich nach 3 1/2 Stunden Spielplatz auch noch mit den Kindern im Anhänger zu ihnen heim gegangen. Linda kam zeitgleich mit uns an. Nun hoffe ich dass ich heute Nacht schlafen kann, um morgen fit für die Behandlung zu sein.

 

 

 

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

4 Antworten

  1. Ines sagt:

    Ich wünsche dir für morgen alles Gute und starke Nerven. Dass dein Ex- Mann mit Behinderten gearbeitet hat, hätte ich nicht vermutet bei dem Wenigen, was du bisher über ihn hast verlauten lassen. Mongoloid sagt man heute nicht mehr. Entweder Down-Syndrom oder Trisomie 21. Nach so viel Spielplatzluft wirst du sicher gut schlafen.

  2. Beate sagt:

    Deine Familie ist ein gutes Team! Wie ihr Euch immer unterstützt und die Aufgaben aufteilt, das ist sehr schön zu lesen.

  3. Beate sagt:

    Deine Familie ist ein gutes Team! Wie ihr Euch immer unterstützt und die Aufgaben aufteilt, das ist sehr schön zu lesen. Un d mit welcher Geduld du beim Sandgebäck dabei bist…

  4. Heike sagt:

    Ich staune auch immer, es ist wie der Traum einer Großfamilie. Frage an Ines: man kann so schlecht sagen: ein Trisomie21-Mädchen oder ein Downsyndromkind….klingt soviel schlimmer und umständlich. Was schlägt die Fachwelt vor, was nicht als Wort schon diskriminierend ist?

Schreibe einen Kommentar zu Ines Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert