21-02-28-CoTaBu- Nur noch der Tag, der kommt, zählt+Tiefschlaf als Flucht

Heute wollte ich ganz früh mit Beate gehen, konnte dann aber aus gewissen Befindlichkeiten nicht aus dem Haus. Eigentlich war ich schon um 6:30 von diesem wundervollen Mond wachgeworden, der vom frühen Morgenhimmel zum Fenster reinschien. Der gute, große, stille Mond passt zu dem, was gerade ist. Als meine Malaisen vorbei waren bin ich mit Michael im schneidenden Wind zum Friedhof geradelt, wo wir einiges Gestrüpp entfernt haben. Trotz der Gespräche mit Renate, Beate und natürlich mit Michael war ich nachmittags zu nichts fähig. Wollte mich in textliche Einstimmung vertiefen, wollte Gedichte suchen… es muss wohl NOCH näher rücken. Im Grunde bin ich, bis das wieder hinter mir liegt, zu nichts zu gebrauchen. Knausgards „Kämpfen“ bei Booklooker verkauft, das ich nicht so mochte wie seine anderen Bücher, und von hinten her ein wenig darin gelesen, aber bald eingeschlafen – ein depressiver Nachmittagsschlaf, der mich von meinem Zustand erlöste. Ich hatte Emilian geschrieben. Er kommt auf alle Fälle, Adrian wohl auch, die treue Seele, vielleicht Jonas. Ich habe es nur Emilian in die Hand gelegt. Es hat mich erleichtert, dass er schrieb, auch er sei schon aufgelöst. Hat das Wort von mir aufgegriffen, dann passt es wohl. Ich würde jetzt doch gern freinehmen, kann es aber nicht, weil ich Sonja nicht ewig allein sitzen lassen will. Mit Michael heute Abend ein paar Stücke ausgesucht. Er bringt das Akkordeon mit. Wir haben uns auf 17:30 geeinigt, da treffen wir uns am Grab. Wenn ihr mögt, ich freu mich. Es wird eine kurze Runde werden.

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4 Kommentare

  1. Ines sagt:

    Ach Mensch! Ausgerechnet zu dieser Zeit muss ich mich zum Impfen bereit halten (irgendwann zwischen 16 und 20 Uhr heißt es). Diese feinen und treuen Freunde von Simon sind ein Geschenk. Ich werde an dich und euch am Grab denken und ein inneres Gebet senden.

  2. Renate sagt:

    Vielleicht kannst du wenigstens Nachmittag freinehmen. Wie tröstlich, dass die Freunde von Simon so verlässlich und treu sind.

  3. Beate sagt:

    ich werde kommen. drei Jahre. Wie gut, dass auch die freunde kommen werden

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