21-03-04-CoTaBu- Was ich alles aufbieten sollte, um zu regenerieren

Dafür, dass ich heute fest damit gerechnet habe, dass alles wieder gut sein würde habe ich mich doch sehr durch den Tag geschleppt; die zweite Hälfte dann deutlich gebessert. Früh wollte ich – nach langer Pause – zum Morgengebet, wo auch Birgitta hingeht. Es waren 10 Frauen. Es hat mir schon gereicht, als ich sie vor der Kirche mit Riesenabständen und FFP-2-Masken stehen sah. Drinnen nicht 1,5, sondern 2,5 m Abstand. Herrn Wilmsen mit Mikrofon kaum zu verstehen, es wirkte wie ein Haufen übereifriger Demonstantinnen, der zeigen sollte, wie korrekt Kirche funktioniert. Ich bin hinterher regelrecht geflohen. Danach Onlinekonferenz. Ohne dass ich irgendeine Funktion dabei hätte brauchte ich vorher schon Tavor, um mich nicht hysterisch und aufgewühlt einzubringen. Hinterher hat Michael mich ins Amt für Abstrichmaterial kutschiert. Im Hospiz war ich derart fertig, dass Gregor mich gleich ins Bett geschickt hat. Da habe ich eine Stunde von Simons Zimmer wach-geträumt. Danach ging`s, ich wurde gefordert, das half. Jetzt bin ich dankbar fürs WE. Morgen füh kommt die neue Wohnungstür und ich muss mit drei Stunden infernalischen Lärm rechnen. Vorher noch bisschen räumen und saugen. Ich glaube, ich kriege mich langsam wieder ein. Heute hatte ich kurz Zweifel. Meine Mutter sagte manchmal früher, jemand sei „schwermütig“ geworden oder habe ein „Nervenleiden“. Bis heute Mittag habe ich befürchtet, dass ich nie mehr „normal“ werde. Ich will am WE unbedingt „Gutes“ auf mich einwirken lassen und zur Ruhe finden, leider ohne Ausflug nach Starnberg morgen – da hatte ich mich um eine Woche vertan. „Auftanken“ sagt sich so leicht. Wie denn? Derweil war unsere gestrige Zusammenkunft ja kostbarstes Elixier für mich! Davon will ich zehren. Allein für mich dann vielleicht Chimaschine, Bemermatte, Herzläppchen, Waldbaden?

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3 Kommentare

  1. Ines sagt:

    Ich weiß bei mir auch nicht, wie Auftanken geht. Nach deinem Zustand zu urteilen steht vielleicht eher Beruhigung an. Da hast du ja einige Methoden aufgezählt, die sich gut anhören. Natürlich ist der Lärm kontraindiziert. Dennoch wünsche ich dir, dass es gelingen möge.

  2. Renate sagt:

    Ich bin nicht erstaunt, dass du am nächsten Tag nicht gleich wieder zur Tagesordnung übergehen konntest. Am Wochenende ist die Tür eingebaut und du kannst mehr und mehr zur Ruhe kommen. Die Sonne soll ab Samstag auch wieder scheinen, kaum vorstellbar wenn ich dem Schneetreiben so zuschaue.

  3. Beate sagt:

    bange Stunden, manchmal frag ich mich, wie das Leben überhaupt auszuhalten ist, die Stunden müssen vielleicht einfach verstreichen und Ruhe mag Dir helfen. Wie gut, dass Du Michael an Deiner Seite hast

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