Einfach ratschen mit Fremden
Früh aufgestanden. Zu Fuß nach Allach, einkaufen. Zweites Frühstück mit ausführlichem Zeitung lesen. Bei diesem schönen Wetter musste ich raus und bin durch die Angerlohe gegangen. Allerdings nicht zu weit, denn die Wege waren extrem matschig. Über die Wiese in die Mondscheinsiedlung gegangen. Eine Frau stand in ihrem Garten. Ich sprach sie an und wir unterhielten uns sehr lange. Das konnte Ich schon immer gut, mit wildfremden Leuten ein Gespräch anfangen. Komischerweise liegt mir Smalltalk auf Festen gar nicht. Das finde ich anstrengend und mir fallen keine ergiebigen Themen ein. Auf dem Heimweg Inge getroffen. Ist schon komisch, dass wir uns so oft zufällig treffen. Erst am Mittwoch, auf dem Weg zu Simon traf ich sie. Mir gefällt es so besser als mit festem Termin. Sie wartet auf ihre Impfung und hätte wenigstens gerne eine Perspektive. Zu Hause Kuchen gebacken für den Besuch bei Mama morgen und für Luzie, die morgen ihren letzten Tag bei ins hat. Weissensee angeschaut, zu viele Folgen, wie ihr an der Uhrzeit seht.
Das smalltalken- und dabei Wohlgefühl vortäuschen-Müssen ist mir auch ein Graus; sehr gut kann ich nachvollziehen, dass das Unverbindliche viel mehr Spaß macht. Komischerweise habe ich heute auch gleich zweimal auf der Straße geratscht und mir fiel auf, welcher Luxus es ist, zu so etwas Zeit zu haben.
Da bekomme ich gleich Lust auf einen Ratsch mit zufälligen Begegnungen auf der Straße. Ich halte solche Begegnungen immer kurz, meist bin ich irgendwohin unterwegs und nehme mir nicht die Zeit. Sollte ich aber ruhig öfter machen.
Mal auf der Straße stehen bleiben und ratschen, das ist was Tolles! Neulich hatte ich im Keller so ein Treffen, es war so ausgiebig, nicht enden wollenden, über dies und jenes, aber nichts von irgendeiner Wichtigkeit oder Tiefe. Macht Spass!