Im Murnauer Moos
Gestern war ich so müde, als ich von unserem Ausflug ins Murnauer Moos heim kam, dass ich nur noch ins Bett fiel. Walter kam zum Frühstück und danach brachen wir auf und liefen den ganzen Tag den Rundweg im Murnauer Moos. Ich war früher öfter da gewesen und wie so oft, wenn ich in der Umgebung von Penzberg bin, überfällt mich eine Wehmut, die ich mir gleich wieder verbiete. Ich schicke Euch die Fotos, die ich gemacht habe. Mit Walter plante ich unser nächstes gemeinsame Essen zusammen mit Hubert und Sabine. Wir treffen uns ab und an zu viert und immer kochen dann Walter und ich. Seine große Leidenschaft ist das Tanzen. ich ging eine Weile hinter ihm her: So leicht mürrisch und wortkarg er sich gibt, sein Gang ist wie der eines Panters ( ob er den einstudiert haben mag, wie so manche Frau den Hüftschwung? Phänomenal!) und seine Figur einfach perfekt geeignet für die heißen Tänze, die er permanent übt. Früher war das ein gemeinsamer Zeitvertreib von uns beiden, inzwischen ist das nicht mehr meine Welt. Eigentlich schade. Heute war ich so fertig von dem 19km langen Fußmarsch gestern, dass ich mich krank gemeldet habe und lesend und schlummernd auf der Couch lag. Den ganzen Tag lang.
Du meldest dich momentan öfters krank, diesmal um vom WE-Marsch zu genesen? Walter hat, was meine verstorbene Vera hatte. Gemüter wie Schlaftabletten, alles andere als unterhaltsam, aber körperlich reagibel – auf einmal entsteht wache Präsenz auf dieser Ebene. Walter habe ich nie als Redner erlebt, aber als Musiker mit Rhythmus im Blut. Das mit dem Pnather glaube ich sofort, eine schöne Facette.
19 km ist echt viel. Krank melden wegen Erschöpfung vom Wochenende wäre für mich in meiner Arbeit ein no go. Ich finde toll, wenn man etwas leidenschaftlich macht, wie dein Walter das Tanzen.
Das Murnauer Moos finde ich wunderbar. 19 km sind sehr ambitioniert. Dein Freund ist sicher auch ein begnadeter Tangotänzer.