Sonntagsfreuden und „Tatort“

Der gemeinsame Tag mit Heike hat mir sehr, sehr gut getan. Das gemeinsame Frühstück, unsere Unterhaltung und der kleine Ausflug durch den überfüllten Park, das alles hat mich an diesem Sonntag nicht in dem Gefühl gelassen, dass ich abends ein weiteres Mal den „Tatort“ einschalte und dabei nicht nur in eine Wolldecke, sondern auch in das sichere Gefühl, ganz schön beschissen einsam zu sein eingehüllt bin. Den  „Tatort“ heute habe ich mit besonderer Aufmerksamkeit erwartet, denn ein weiteres Mal hatte Peter Probst das Drehbuch geschrieben. Peter habe ich im Sommer vor zwei Jahren kennengelernt, zusammen mit seiner Frau Amelie Fried, bei einem Schreibkurs auf Formentera. Peter ist ein unglaublich netter und sympathischer Mensch, ich habe mit ihm viel geredet und gelacht. Während der letze „Tatort“ zu dem er das Drehbuch geschrieben hatte, „Frauen, die Austern essen“ eher ein Kammerspiel war, fand ich den heutigen Krimi sehr spannend. Einschränkung ( übertrieben???) : Obwohl ich im Laufe meiner bisherigen Lebenszeit ab und an mal Männer (mit)erlebt habe, die Frauen nicht gerade wohl gewogen sind, ja, sie bekämpfen, kann und will ich mir dieses Ausmaß an Frauenhass, das in diesem Krimi gezeigt wurde, nicht vorstellen. Ich muss an die Diss meiner früheren Kollegin und Freundin denken, die mit dem Titel “ Ich bin ein Mann, wer Sonntagsfreuden und Tatist es mehr?“ die Problematik Männeridenditäten sehr viel zivilisierter thematisierte.

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2 Antworten

  1. Heike sagt:

    Ja, ein Zusammentreffen wie gestern wird zu kostbarer Seltenheit, intensivst empfunden! – Und auch das: ich kann, geschweigedenn will mir das ebensowenig vorstellen wie du – und fürchte doch, dass uns ein Stück Realität gezeigt wurde (das ist im Tatort so, glaube ich!).

  2. Ines sagt:

    Ich fand den Tatort sehr gut, aber hab ihn fast nicht ertragen können. Dieser junge Mann wie ein geprügelte Hund, manipuliert von diesem Arsch, verdreht seine Verletzungen in Hass und Gewalt. Heftig.

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