Schnapszahl

heute, gegen Ende meiner Telefonzeit, rief eine Frau an, die von der Maskenpflicht befreit ist. Sie erzählte von dem Spießrutenlauf, den sie regelmäßig beim Einkaufen erlebt. Im Naturkostladen wurde sie gebeten, nicht mehr zu kommen, zu sehr seien andere Kunden irritiert, dass sie ja ansteckend sein könnte, bei Rewe kam man auf sie zu, sie zeigte ihr Attest vor, man signalisierte ihr dennoch Ablehnung. „die Menschen haben so viel Angst“, sagte sie, und dabei sei der Inzidenzwert in ihrem Landkreis immer noch unter 40. Eine andere Petentin stellte mir die Frage, sie habe gesehen, dass in ihrem Impfzentrum vor dem Impfen die relevanten Unterlagen kopiert werden- wo diese Kopien denn hin kämen? Wie stünde es mit dem Datenschutz? Dergleichen beunruhigte und beunruhigende Stimmen aus der Zivilgesellschaft zeugen für meine Begriffe davon, dass es in dieser Zeit zunehmend schwer ist, sich in dieser Zeit in irgendeiner „Komfortzone“ wohl und sicher zu wähnen. Dann eine E-Mail an mich gerichtet, man werde in den nächsten Tagen auf mich zukommen, man wünschte, ich würde bis Ende August weiterhin im StMGP arbeiten. ich werde zusagen, so anstrengend es ist, so interessant ist es auch. Morgen um die Mittagszeit fahre ich mit Janni nach Frankfurt. Alina hat am Samstag Geburtstag, sie wird 22 Jahre alt. Schnapszahl.

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2 Antworten

  1. Heike sagt:

    22 Jahre schon! Ich weiß noch, dass ich zu ihrer Geburt aufbrechen musste genau an dem Tag, an dem ich einen besonderen Auftritt innerhalb der Familientherapie hatte. War es sowas wie Familienrekonstruktion oder Abschluss-„Prüfung“? Jedenfalls wurde es mir nachher angelastet, obwohl ich bei diesem Termin vorher schon wusste, dass sie geboren werden konnte. Als hätte ich mir eine persönliche Hintertür gebaut. – Prima Entschluss, dein Krisentelefon weiterzumachen! Und ja: ich glaube, auch wir Geimpften müssen weiter so machen wie bisher, um nur ja kein Ärgernis darzustellen. Und: auch unsere Musiktherapeutin hat sich mit ihrem blöden Attest, was die Maske betraf, noch unmöglicher gemacht als wir sie eh schon finden.

  2. Ines sagt:

    Der Tag vor 22 Jahren war unsere Familienrekonstruktion von der Therapieausbildung. Ich erinnere mich gut, dass Heike zwischendurch zu Alinas Geburt nach München musste. Habt einen schönen Geburtstag heute.

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