21-03-25-CoTaBu- Fassungslos über soviel Ignoranz rund um die Abstriche

Heute habe ich eine Ehrenamtliche per Whatsapp gefragt, wann sie den letzten Abstrich bekommen hat oder ob sie ihn morgen bekommt (freitags im Spätdienst), um zu eruieren, ob wir sie am Samstag vor unserer Osterschreibe abstreichen müssen oder nicht. (Ich wage es nämlich mit einer Gruppe von 7-8 Personen)! Da realisiere ich: Sie ist unbeleckt und versteht kaum, wovon ich spreche. Abstrich? Wie? Was? Sie habe NOCH NIE einen bekommen und weiß nichtmal, wie das geht! Zugegeben, ich sehe sie nie, weil sie immer erst kommt, wenn ich weg bin. Aber sie liest meine regelmäßigen Nachrichten, dankt sogar dafür im Gegensatz zu anderen. Jetzt bin ich alarmiert. Eine andere nämlich reagiert buchstäblich nie, es ist ihr Markenzeichen, kommt aber zuverlässig sonntags. Lässt sie sich abstreichen? Wie blind, taub oder doof muss man sein, obendrein an unserer Desinfektionssäule vorbeizugehen, an der alles in Großschrift angeschlagen ist? Kann jemand glauben, es seien alle gemeint, nur man selbst nicht? Alle anderen haben es kapiert. Ich warte noch auf ihren Anruf, unser Mobiltelefonat wurde unterbrochen. Natürlich können wechselnde Pflegende nicht wissen, wen sie abstreichen sollen, darauf muss man selber achten. Übrigens eine Geschäftsfrau mit Führungsverantwortung, wie sie gern betont, kein Heimchen am Herd, das nichts mitbekommt von der Welt. Gregor hat es mitgekriegt und sich wirklich aufgeregt, Sonja dachte, sie hätte sich verhört. Ein Hammer. – Ein Besucher, der assoziale Kerl, verhandelt jedes Mal aufs Neue. Heute haben wir ihn dann durchgelassen, er wollte „nur kurz Zigaretten abgeben“ hatte „keine Zeit, so lang zu warten“ und kam dann eine halbe Stunde nicht mehr runter. Ist es nicht nervtötend?

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5 Kommentare

  1. Renate sagt:

    Die besagte Hospizhelferin scheint völlig ahnungslos durch die Pandemie zu gehen. Wie ist dass möglich? Vor allem wo sie doch im Hospiz arbeitet. Das fällt hoffentlich nicht auf dich zurück? Gehe ich recht in der Annahme dass es sich um A.K. handelt?

    • Heike sagt:

      Du gehst recht. Ich denke schon, dass ich die nächsten Tage nochmal meine Briefe ans Ehrenamtsteam durchgehe und nach eigenen Fehlern darin suchen muss. Kann es so missverständlich sein, was wir alle tun? Wie ein Abstrich geht sehe ich täglich im Fernsehen. Fehlt noch, dass sie fragt, was eine Impfung ist. Mir fällt schon auf, dass mit ihr regelmäüßig die blödesten Missverständnisse entstehen, dass ich etwas frage, sie dann „alles gut“ sagt, ich muss nachtarocken, denn die Frage bleibt offen. Das war heute auch so. Sie freut sich unheimlich aufs Schreiben. Ja, schön, aber ich hatte nach dem Abstrich gefragt und dann verstanden, dass sie nichts verstanden hat. Beim Schreibangebot allerdings war sie blitzschnell, ich konnte diesmal nicht sagen: kein Platz mehr, leider!

  2. Beate sagt:

    auch wenn es kaum zu glauben ist- es laufen immer noch Leute rum, die keinerlei Lust haben, sich mit den neuen gebotenen Regeln und Möglichkeiten auseinander zu setzen. Der Kerl, der „nur kurz Zigaretten abgeben“ wollte, würde mich auch sehr ärgern!

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