21-03-31-CoTaBu-Fieberhaft bei der Osterpost – Lotte am Bauhaus + Maxi

Ich bin fieberhaft bei der Osterpost. Kein Mensch außer mir kennt dieses Bedürfnis. Es gibt mir einfach was. Es fängt bei den Ehrenamtlichen an, da gehört es, wie ich finde, dazu. Ich schreibe für jeden einzeln mit der Hand. Schwierig wird es, wenn ich jemanden nicht mag. Diesmal Arabell, für die ich es mit einer freundlichen Abmahnung verbinden musste (am PC auf offiziellem Papier). Gregor hat mir mit dem rettenden Formulierungsvorschlag geholfen, dass wir sie nicht gern verlieren wollen; dann ging alles wie von selbst. Dass wir ihre Präsenz schätzen, aber…gleich noch im ersten Absatz: wie es ist kann es nicht weitergehen und endend damit, dass, wenn sie sich nicht als Teil eines Teams sehen möchte, die Konsequenz daraus gezogen werden muss, allem voran in der jetzigen Zeit, wo ich mich darauf verlassen muss, dass Informationen gelesen werden. Bei der Gelegenheit kam noch eine bunte Karte mit dem wenigsten Text von allen dazu. Heute hat eine andere Ehrenamtliche, die mit dem Waldbaden, den Pferden, dem Bauernhof, selbst gebackenes Brot mitgebracht. Was sie alles tut und kann! Dabei voll alternativ und gut drauf. Abends habe ich hier weiter geschrieben. Währenddessen Lotte am Bauhaus angeschaut. Ich wurde ganz stolz, einen Bauhaushocker von Lollo zu besitzen. Einen hat jetzt Michael, einen ich. Wahnsinn, wie die Frauen damals dastanden, und das noch in der Nazizeit. Lotte Seligmann wurde kaum wahrgenommen, die Erfolge gingen aufs Konto des Ehemannes – sie stand teilweise daneben wie Luft. Was haben wir eigentlich zu jammern heutzutage? – Thomas ist heute zum zweitenmal Vater geworden – eine Maxi!

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5 Antworten

  1. Ines sagt:

    Du hast die richtigen Worte gefunden bei Arabell. Ich habe noch nie im Leben Osterpost geschrieben und auch noch nie welche bekommen. Dieser Brauch ist nicht sehr verbreitet. Lotte in Weimar hab ich auch gesehen. Eine richtige Geschichtsstunde, sehr interessant und die Schauspieler, die auch bei Charite gespielt haben, fand ich wieder gut.

  2. Beate sagt:

    „Lotte am Bauhaus“ hat mir auch sehr gut gefallen! ich bekomme auch nur von Dir Osterpost und verschicke auch keine. Aber nach unserem letzten Treffen habe ich große Lust, damit anzufangen!

  3. Renate sagt:

    Die Tochter von Hannelore Hoger ist eine leidenschaftliche Postkartenschreiberin. Auch Sie sagt, dass es ihr viel gibt . Sie schreibt zu jeder Gelegenheit, aber auch ohne Grund. Ich finde es eine schöne Sache. Ich weiß wie du dich immer um einen sehr persönlichen Text bemühst.

    • Heike sagt:

      Lustig. Ist das eine Schauspielerin? Woher weißt du das? In den Nachlässen meiner Mutter und von Lollo gab es natürlich auch viele. Das waren noch Zeiten! Ich weiß heute noch, wer dabei stilistisch herausstach. Anstandskarten hebt man ja nicht auf. Bine z.B. ragt durch originelle Motive heraus, schreibt aber nicht so gern. Die Karten meines Vaters wusste ich nicht zu schätzen und habe sie weggeworfen, was ich heute bereue. Die Karten meiner Oma nur für mich allesamt Degas-Motive. Im Zusammenhang mit der geheimnisvollen Lollo: alles kryptische Andeutungen nur. Übrigens: deine Karten mit besonderen Gedichten und sehr persönlichem Text schätze ich auch sehr! Übrigens: so wenig Simon am Ende bei sich hatte: einige Karten von mir Collagen, liebevollste kleine „Kunstwerke“ hat, hätte er mit in sein neues Leben genommen. Das hat mich sehr gefreut. Meine letzte Gratulation zum Geburtstag hieß „Bis jetzt geht`s mir gut“, „Zivilisation der Genügsamkeit“ und „Atme!“ – sie steht jetzt bei mir.

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