Italienurlaub in Gefahr
An den Mittwochen merke ich immer, dass die Zeit schon sehr gleichförmig vergeht. Das hat natürlich auch etwas mit mir zu tun, nicht nur mit der Coronasituation. Nachdem Beate von ihren Überlegungen, nach Italien zu fahren, geschrieben hat, ist mir klar geworden, dass auch unser Italienurlaub schon bald ansteht, nämlich vom 12. bis 22. Mai und dass wir den sicher stornieren müssen, wenn wir nicht in Quarantäne wollen. Irgendwie wollte ich es bis jetzt nicht wahrhaben, aber ich jetzt muss ich mich wohl darauf einstellen. Wir fahren ja jedes Jahr in einen kleinen Ort an der Adria (Ca Savio) in ein Mobile Home und haben schon letztes Jahr reserviert. Mist!!!! Auch die Ausgangsbeschränkung, die jetzt wieder in Kraft tritt und die wahrscheinlich mit dem neuen Infektionsschutzgesetz noch einmal verschärft wird, nervt mich. Gerade hatte ich mich gefreut, mich mit geimpften Freundinnen am Abend wieder zu treffen. Die Peergruppe ist davon zum Beispiel betroffen. Zum Glück schreiben wir mit unserer Schreibgruppe am Sonntag Nachmittag, so dass ich da nicht so viel Gefahr sehe. Mein Kontaktspeicher ist nämlich noch lange nicht aufgefüllt. Mal frustriert mich die Coronalage weniger, mal mehr. Im Moment finde ich sie wieder sehr belastend. Heute früh hatte ich wieder mal online-Yoga, was nicht schlecht war, aber auch da fehlt mir der Kontakt zu den anderen, die ich immer nur in Briefmarkengröße auf meinem Bildschirm sehe. Ansonsten habe ich viel Hausarbeit gemacht und telefoniert. Da ich mir Sorgen um meine Schwiegermutter mache (Urmila), weil ich sie schon mehrmals telefonisch nicht erreicht habe, habe ich bei Sören angerufen. Er hat gar keinen Kontakt zu seiner Mutter und wusste nichts. Maja konnte dann aber vermelden, dass Urmila ihr erst vor 2 Tagen eine Mail geschrieben hat und alles normal war. Vielleicht will sie mich nicht sprechen? Vielleicht hab ich irgend etwas falsches gesagt zuletzt? Zumindest habe ich jetzt eine Telefonnummer von ihrer Freundin in Dachau, die sicher als erste erfahren würde, wenn mit Urmila etwas passiert wäre. Es war sehr vertraut mit Sören zu reden. Wir haben verabredet, mal wieder eine Familienkonferenz abzuhalten.
Die Sehnsucht nach Tapetenwechsel ist etwas, die mich nicht so sehr quält. Für uns wäre eine Reise immer so etwas wie „Zusammenleben spielen“, das wäre schon mal wieder schön. Da spielen sich die Abläufe aber sehr bald ein und es ist alles andere als ein Abenteuer. Die abendliche Ausgangssperre ist ein Unsinn, den ich sehr ungern mitmache.
da wolltet Ihr auch um diese Zeit nach Italien. Ja, schweren Herzens nehme auch ich langsam Abstand von dem Plan zu verreisen. Wir müssen wirklich noch eine ganze Weile warten und Kontakte reduzieren. Und es fällt immer schwerer
Mir geht es wie dir. Mal sehe ich Corona gelassen, mal nervt es mich total. Verreisen würde ich sehr gerne mal wieder und wenn es nur zum Bodensee wäre. Die Ausgangssperre tangiert mich nicht.