21-04-15-CoTaBu-Entwarnung wegen Jakob + ungewohnte Vorhaben
Ich habe morgen zweierlei vor. So gewohnt wie ich es bin, NICHTS vorzuhaben wächst es mir schon im Voraus übern Kopf. Vormittags wandere ich mit Brigitte. Noch nie war ich mit ihr allein, ich würde dringend Renate dazu brauchen, aber Renate ARBEITET gerade und Brigitte geht dann auf Reha. Also versuche ich, mein Fremdeln betont unkompliziert zu überspielen. Nachmittags Kaffeebesuch – ich werde berichten. Heute habe ich erstmals einen Abstrich bei mir selber ausprobiert. Auf Basis der Erfahrung, wie es sich „richtig“ anfühlt und der, wie ich in eine Nase hineinfinde hat es problemlos geklappt. Gregor hat diese Woche fast alle Abstriche „an sich gerissen“. Dafür schöpfe ich an seinem freien Montag dann wieder aus dem Vollen. Außerdem wieder Abstrichsmaterial geholt, zum zweitenmal morgens: die Frau in Frühschicht braucht keine Minute, wofür ihr Kollege eine halbe Stunde verschwendet. – Die letzten Tage war ich ziemlich angespannt. Jakob war zunehmend beunruhigt wegen einer möglichen Disposition, seine Aorta betreffend. Ein Arzt hat dann noch Geräusche gehört und ihn gleich in eine Klinik zur Untersuchung angemeldet. Jakob wurde gereizt wegen meiner „bohrenden Fragen“ und verstummte; ich schnappte ein bzw. zog mich in rücksichtsvolles Schweigen zurück; heute kam das Ergebnis: unauffällig. Am schlimmsten war für mich die Angst, die ich bei ihm spüre und die sich auf mich überträgt. Drei Nächte ewig nicht eingeschlafen, mich gewälzt, aufgewacht, der Versuchung widerstanden, ihm irgendwas zu whatsappen. Jetzt fällt das ab. Nur noch ein EKG und dann – wie ich es auffasse wegen der familiären Vorgeschichte – alle paar Jahre kontrollieren. Mir haben diese Tage wieder bestätigt, dass ich lieber den Kopf in den Sand stecken würde. Was wäre, wenn….bereits nach den ersten „falschen“ Abhörgeräuschen sollte er schon keinen Sport mehr machen. Was wäre das für ein Leben, immerzu in sich hineinlauschend…?
Ich habe mich bis jetzt gar nicht getraut nachzufragen, ob sich Jakob wegen der möglichen Disposition hat untersuchen lassen, ein sehr sensibles Thema. Jetzt bin ich auch sehr erleichtert. Dann kannst du heute hoffentlich wieder etwas entspannen. Wer wohl am Nachmittag bei dir zum Kaffee eingeladen ist?
Das ist lieb und einfühlsam von dir, dass du dich nicht hast fragen trauen. Ich trau mich selber kaum, mich zu fragen. Und ja, ich habe schon viel besser einschlafen können und beinahe durchgeschlafen. – Die Sache mit dem Kaffee ist vertagt.
Was bin ich froh und erleichtert für dich und Jakob.
Abstreichen! Seltsam dass du das gerne machst. Für Montag melde ich mich gleich an.
mir ging es wie Ines, und es hat mich sehr beschäftigt, wie es Dir und wie es Jakob gehen mag. mehr als nur eine bedrohte Gesundheit . Wie unfassbar gut, dass es Entwarnung gab!